wie feile Heerden! Als Vermittler in den Zwistigkeiteu Ge-nua's und der Corsen bewilliget dem Unterdrückten einender Größe des Königs würdigen Schutz, das wird diese Völkerdurch Dankbarkeit an euch knüpfen; ihr werdet euch eineUngerechtigkeit erspart haben, einen kostspieligen Krieg unddie Verlegenheit, lange Jahre hindurch ein übelgesinntesLand zu hüten, das unter der Hand seiner Unterdrückerknirschen wird. Sind denn unsere Finanzen in allzu gutemStand, oder die Lasten zu leicht, welche auf dem Volkeliegen?"
Diese vergeblichen Betrachtungen hielten den Gang desKabinets nicht auf. Der General-Lieutenant Chauvelin lan-dete zu Bastia; 12,000 Mann standen unter seinen Befeh-len. Er verbreitete Proklamationen, schärfte den Gemein-den Befehle ein, und begann die Feindseligkeiten; aber seineTruppen, geschlagen in dem Kampfe von Borgo, bei allenAngriffen zurückgeworfen, waren am Ende des Feldzugs von1768 genöthigt, sich in die festen Plätze einzuschließen, ohneirgend eine Verbindung unter sich, als mittelst einigerKreuzer-Fregatten. Die Corsen glaubten sich gerettet; siezweifelten nicht an der Dazwischenkunft Englands; aberdas englische Ministerium, beunruhigt durch die in seinenamerikanischen Kolonien sich offenbarende Gäbrung, wolltekeinen Krieg. Es übersendete eine schwache Note nach Ver-sailles , und begnügte sich mit den noch schwächeren Er-klärungen, die ihm gegeben wurden. Londoner Klubs schick-ten Waffen und Geld; der Hof von Sardinien und einigeGesellschaften Italiens reichten insgeheim Unterstützung; aberdas waren schwache Hilfs-Quellen gegen die furchtbare Rü-stung, welche auf den Küsten der Provence gemacht wurde.Die Niederlagen, welche Chauvelin erlitten hatte, erfuhrganz Europa und besonders Frankreich mit vieler Genug-thuung. Man war so verständig, einzusehen, daß die Na-tional-Ehre in einem Kampf gegen eine Handvoll Bergbe-wohner keineswegs gefährdet sey. Ludwig XV. selbst zeigte