Band 
Zweiter Band.
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Doppelte." — „Das ist wahr» Herr, aber wir gaben da-mals, und ihr nehmet heute." Der natürliche Scharfsinnder Insulaner zeigte sich bei allen Gelegenheiten. Mankönnte tausend Beispiele davon anführen. Wir wollen dasnächste beste nehmen: Mehrere vornehme Offisiere, welcheim Niolo reisten, sagten eines Abends zu ihrem Wirth,einem der ärmsten Bewohner der Piove: „Sieh doch denUnterschied zwischen uns Franzosen und euch Eorsen an un-serer Haltung und Kleidung." Der Bauer steht auf, be-trachtet sie mit Aufmerksamkeit, und fragt Jeden um seinenNamen. Der Eine war Marquis, der Andere Baron, derDritte Ritter. „Ei! erwiederte er jetzt, das ist wahr, ichmöchte lieber gekleidet seyn, wie ihr; aber ist denn in Frank-reich Jedermann Marquis, Baron oder Ritter?"

§. 7 .

Die Revolution hat den Geist dieser Insulaner verän-dert; sie wurden Franzosen im Jahre t/gn. Paoli verließEngland, wo er von einer Pension lebte, die ihm das Par-lement ausgesetzt hatte, und die er alsdann aufgab. Erwurde von der cvnstituirenden Versammlung, der Pariser-Nationalgarde und selbst von Ludwig XVi. empfangen. SeineAnkunft aus der Insel erregte eine allgemeine Freude; die ganzeBevölkerung eilte nach Bastia, ihn zu sehen. Er hatteein außerordentliches Gedächtniß; er kannte die Namen allerFamilien und hatte mit ihren Vätern gelebt. In wenigenTagen erlangte er wieder einen weit größeren Einfluß aufdas Volk, als je. Der Vollziekungsrath ernannte ihn zumDivisionsgeneral und Befehlshaber der Linientruppen aufder Insel. Die Nationalgarden hatten ihm ihre Anfübrer-Stelle übertragen; die Wählerversammlung ihn zum Prä-sidenten ernannt. So vereinigte er alle Gewalten. DiesesBetragen des Vvllziehungsrathes war nickt staatsklug: aberman muß sich in den damals herrschenden Geist hineindeu-ten. Wie dem auch sey, Paoli diente treulich der Revolu-