Band 
Zweiter Band.
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Der Militär.

Glaubt mir, Marseiller, schüttelt das Joch der kleinenZahl von Verbrechern ab, welche euch zur Gegenrevolutionführen; nehmet die Verfassung an; setzet die eingekerkertenVolksvertreter in Freiheit: sie mögen zu Paris für euchin's Mittel treten; ihr seyd irre geleitet worden: es istnichts Neues, daß das Volk durch wenige Verschwörer undRänkeschmiede es werden kann; zu allen Zeiten war dieLeichtgläubigkeit und Unwissenheit der Menge Veranlassungzu den meisten Bürgerkriegen.

Der Marseiller.

Ach! mein Herr, wer will das in's Reine bringen? Et-wa die Flüchtlinge, welche von allen Seiten des Departe-ments zu uns herbeiströmen? Sie haben ein Interesse, alsVerzweifelte zu handeln. Oder unsere jetzigen Machthaber?Sind sie nicht in demselben Fall? Oder die Masse der Be-völkerung? Ein Theil kennt seine Lage nicht, ist verblendetund fanatistrt; der andere Theil ist entwaffnet, verdächtig,niedergetreten; ich sehe daher mit tiefem Jammer nur Un-glück ohne Rettungsmittel.

Der Militär.

Endlich gelangt ihr zur Einsicht; warum nun sollte sicheine solche Sinnesänderung nicht bei einer großen Anzahleurer Mitbürger einstellen, welche getäuscht und redlich sind?Dann wird euch Albitte, der französisches Blut nur schonenwollen kann, einen aufrichtigen und fähigen Mann senden;man wird sich verständigen, und die Armee ohne einen Au-genblick Zeitverlust unter die Mauren von Perpignan eilen,um den auf einige Erfolge hochmüthigen Spanier die Car-magnole tanzen zu lassen.

Und Marseille wird immer der gewichtige Mittelpunktder Freiheit bleiben; nur einige Blätter wird man aus sei-ner Geschichte zu tilgen haben.