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Zweiter Band.
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der Stadt. Diese Anordnungen machten Nizza eine zeitlanghaltbar.

Krieger vom Fach legten wenig Gewicht auf diese Arbei-ten, weil sie dachten, daß, wenn man in den Fall komme,zu Nizza bedroht zu seyn, der Feind an den Var ziehenwürde, und daß man im Augenblick, wo man umgangen zuwerden fürchten müßte, die Stadt zu räumen und über denVar zurückzugehen gezwungen wäre.

Der General Biron folgte dem General Anselm imOberbefehl der italienischen Armee; er blieb nur kurz dort,und wurde durch den General Brunet ersetzt. DieserFührer war thätig und unternehmend. Stolz, unter seinenBefehlen 2N — 25,l>oc> Kerntruppen zu haben, die vor Kampf-lust und Patriotismus brannten, faßte er am 8. Juni4795 den Beschluß, über den Feind herzufallen. Sein Planwar, ihn auf die Ebene hinabzuwerfen, sich der GrafschaftNizza zu bemächtigen, und auf der großen Alpenkette Stel-lung zu nehmen. In Folge davon führte er verschiedeneAngriffe gegen die feindlichen Lager aus. Alles, was manmöglicher Weife thun konnte, thaten die französischen Trup-pen bei diesem Anfall. Der Feind lpurde aus allen seinenvereinzelten Stellungen vertrieben; aber er flüchtete in alleCentral-Stellungen: hier war er unüberwindlich. Der Ge-neral hatte die schlecht angebrachte Hartnäckigkeit, neue An-griffe auf diesem Punkt zu versuchen. Der Erfolg war, daßman unsere Kerntruppen dabei verlor, ohne dem Feind einendem unsern angemessenen Verlust beizubringen. Wir wur-den allenthalben zurückgeworfen und mußten es werden.

§. 2 .

Zu Anfang des Winters 1795 hatte die Armee von Italieneinen anderen Stoß erlitten: die erste See Expedition, welchedie Republik wagte, die Expedition gegen Sardinien, schlugzu unserem Schaden aus. Nie wurde ein Kriegszug mitmehr Unvorsichtigkeit und weniger Talent ausgeführt.