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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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* Cuaſf. XIX. Von der Viehzucht.

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empfangen haben/ wann ſie anſtoſſen und beiſſen die Saͤu/ und machen/ daßſie leichtlich verwerffen/ welches die Hauß⸗Mutter inſonderheit fleiſſig in Achtzu nehmen hat.

*es. Die Zeit der Zulaſſung/ hat die Meyerin zu wiſſen/ daß ſie kei-ne Schweine vor einem Jahr zulaſſen ſolle/ auch daß der Eber drey odervier Jahr alt ſeye; Dann nach fuͤnff Jahren ſoll man ihn verſchneiden undmaͤſten.

2. Die beſte Zeit/ daß man die Schweine zum Eber laſſe/ iſt das erſteViertel biß zum Vollmond: Sonſt vor und darnach/ im abnehmenden Mond/iſt ſolches nicht gut.

3. Man ſolle es auch von dem Hornung anfangen/ und es biß in denhalben Mertz erſtrecken: Damit alſo die junge Fercklein im Brachmonat/ Heu-monat und Auguſtmonat anfangen ſtarck zu werden/ und im Septembervollkoͤmmlich auffwachſen.

Nora. Die Schweine tragen vier Monat/ derowegen wann man ſie imHornung zulaͤffet/ ſo werffen ſie im Majo.Die tragende Schweine ſolle man nicht zum Saͤiffen Waſſer laſſen/ ſon-en verwerffenſie.

VI. Die jungen Fercklein betreffend/ ſo hat die Haußmutter zu wiſſen/daß ſie keinem Schwein uͤber acht oder zehen Fercklein zu laffen ſolle/ die uͤbrigekan ſie verkauffen/ nach dem ſie acht oderzehen Tage alt ſeynd/ die andern aber/wann ſie ein Jahr alt werden/ verſchneiden laſſen/ dieſelbige unter die Heerde/

oder in den Eckerich ſchlagen.

2. Die jenigen ſo man zur Zucht behalten will/ ſolle die Meyerin nehmen/ſo zum andern/ zweyten/ dritten oder vierdtenmal geworffen worden/ danndie erſten ſeynd nicht tauglch.

3. Ein Mutterſchwein kan 9. biß 10. Fercklein wol ernaͤhren/ ſo man ihraber mehr laſſen will/ muß ſie wol gehalten/ und ihr eingeweichte Gerſte gege-ben ſie viel Milch bekammen/ und ihre Jungen gnugſam ſaͤu-gen koͤnne.

4. Wann die Fercklein ſchwartze Zaͤhne mit auff die Welt bringen/ſoll man ihnen dieſelbige mit einer Beiß. Zangen abknuͤpffen. b

5. Die jungen Fercklein ſolle man/ ſo lange ſie ſaugen/ nicht waſchen/nachdeme ſie aber abgewehnet worden/ kan man ſie zum öfftern waſchen/ dannes iſt ihnen hernach geſund.

6. Die Fercklein von jungen Schweins⸗Muͤttern/ ſeynd beſſer zurZucht a's von den Alten/ dann je aͤlter die Zucht· Saͤu werden/ je ſchwaͤchenund geringer die Fereklein werden.

7. Fercklein werden inder fuͤnfften oder ſechſten Wochen aäauti./ſolle