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Zehnter Band.
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Söckchen in einer geheimen Lade seines NecessairS. Zn die-ser Nacht nun habe er geglaubt, der Augenblick, von dieserlezten Hülfe Gebrauch zu machen, sey gekommen. Der Kam-merdiener, der hinter des Kaisers halboffener Thüre imBette lag, habe gehört, wie er aufstand, und gesehen, daß eretwas in ein Glas Wasser geschüttet, getrunken, und sichdann wieder niedergelegt habe. Bald darauf hätten dieSchmerzen dem Kaiser das Geständniß seines nahen Endesentrissen. Jezt habe er nun seine treuesten Diener rufenlassen. Auch Ivan sey herbeigeholt worden; als dieser abererfahren, was geschehen sey, und Napoleon sich beklagte,daß die Wirkung deS Giftes nicht schnell genug sey, hätte erden Kops verloren und sich plötzlich von Fontainebleau ent-fernt. Man fügt hinzu, daß sich eine lange Betäubung ein-gestellt habe, daß nach einem reichlichen Schweiß die Schmer-zen aufgehört hätten, und endlich alle gefährlichen Symptomeverschwunden wären, es sey nun, daß die Dosis zu schwachgewesen, oder die Zeit das Gift entkräftet hätte. Man er-zählt endlich, daß Napoleon, erstaunt zu leben, einigeAugenblicke darüber nachgedacht, und dann gesagt habe:„Gott will es nicht!" Mit Ergebung in die Vorsehung, dieihm das Leben erhalten, habe er sich sodann seinem fernerenSchicksale Preis gegeben.

„Was geschehen war, blieb das Geheimniß des innernHauseS. — Wie dem auch sey, am Morgen des I3ten standNapoleon auf, und kleidete sich wie gewöhnlich an. Erweigerte sich nicht mehr, den Vertrag zu ratifiziren, und ver-sah ihn mit seiner Unterschrift."

Die öffentliche Bekanntmachung des Waffenstillstandsmachte mit einem Mal auch den wundervollen ErfolgendeS Generals Maison im Norden ein Ende. Dieserhatte mit seinen 12,000 Mann den 60,000 seines alten Gene-rals, des Kronprinzen von Schweden, die Spitze geboten.Soult und Suchet schloffen mit Wellington «einen