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Zehnter Band.
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man erwartete sie in Fontainebleau; aber man erfährt auSdem Munde des Kaisers selbst, es seyen Befehle rund um sieherumgegeben, ihr nicht zu erlauben, ihren Vorsatz auszu-führen. Napoleon, der diese Zusammenkunft fürchtete,wollte, so scheint es, Herr feiner vorhabenden Entschließungbleiben."

„In der Nacht vom 12ten auf den 13ten wird die Stillein den langen Gängen deS Schlosses plötzlich durch Hin- undHereilen der Leute unterbrochen. Die Lakaien steigen heraufund hinab; in dem Innern der Zimmer werden die Kerzenangezündet; die Kammerdiener stehen in Bereitschaft. Manklopft an die Thüre des Doktor Ivan, man weckt den Groß-marschall Bertrank, ruft den Herzog von Vicenza, undgeht, den Herzog von Bassano zu holen, der in der Canzleiwohnt. Alle kommen herbei und werden nach einander in-Schlafzimmer deS Kaisers geführt. Die Neugier horcht ver-gebens; sie kann nichts vernehmen, als Seufzen und Schluch-zen in den Vorzimmern und in der benachbarten Gallerte.Plötzlich geht der Doktor Zvan heraus, steigt in den Hofhinab, findet dort ein Pferd, daS an dem Gitter befe-stigt ist, schwingt sich hinauf, und entflicht im Galopp. Eineundurchdringliche Dunkelheit hat das Geheimniß dieser Nachtmit ihrem Schleier verhüllt. Folgendes hat man sich darübererzählt:

„Zur Zeit des Rückzugs von Moskau verschaffte sichNapoleon, für den Fall der Noth, das Mittel, seinenFeinden nicht lebendig in die Hände zu fallen. Er ließ sichvon seinem Wundarzt Zvan ein Säckchen Opium *) geben,daS er während der ganzen Dauer der Gefahr an seinemHalse trug. Nachher bewahrte er mit.großer Sorgfalt das

Zn einer Note sagt Faiu, es sey nicht blos Opium, sondern ein vonEabanis angegebenes Präparat gewesen, mit dem sich auch Lou«dorret den Tod gegeben.