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Waffenstillstand, und Augereau, der Lyon am 21. Merzan die Oestreicher verrathen hatte, erfrechte sich in einer An-rede an seine Soldaten, die Worte zu gebrauchen, Napo-leon habe nicht als Soldat zu sterben gewußt. — DasKönigreich Italien konnte das Kaiserreich nicht überleben.Durch Murats Abfall und seinen Marsch an den Po, sowie durch das Erscheinen Bubna's am Simplon und derEngländer vor Genua bedroht, hatte Eugen muthig Standgehalten. Eine von einigen Anhängern Oestreichs zu Mai-land erregte fanatische Revolution und mehr noch die Kundevon Napoleons Absetzung bewogen ihn endlich zur Ab-schließung einen Uebereinkunft, wonach die Handvoll Fran-zosen, die er noch bei sich hatte, Italien räumte.
Endlich, am 20. April, muß Napoleon von seinertreuen Armee, von seiner Garde scheiden!.... Seine Garde l' Sie steht in den Höfen des Pallastes, um seinen Abschieds-gruß zu vernehmen. Nachdem der Kaiser seine Freundeumarmt hat, steigt er die Treppen des Pallastes herab, miteben der Sicherheit, als wären es die Stufen seines Throns;er wirft einen ruhigen und zärtlichen Blick auf seine altenKrieger, und spricht mit fester Stimme:
»Ich sage euch Lebewohl! Zn den zwanzig Jahren, diewir beisammen waren, war ich mit euch zufrieden. Stetstraf ich euch auf dem Wege des Ruhms. Alle Mächte Eu-ropa's haben sich gegen mich bewaffnet; einige meiner Gene-rale haben ihre Pflicht und Frankreich verrathen: Frankreich *selbst wollte ein anderes Schicksal. Mit euch und den Bra-ven, die mir treu geblieben sind, hätte ich einen Bürgerkriegbeginnen können: allein Frankreich wäre unglücklich gewesen.Seyd treu eurem "Neuen König; seid Unterthan euren neuenFührern, und verlaßt unser theures Vaterland nicht. Beklagtmein Schicksal nicht; ich bin glücklich, wenn ich weiß, daßihr es seyd. Ich hätte sterben können; wenn ich am Lebenzu bleiben vorzog, so geschah dieß, um eurem Ruhm zudienen. Ich kann euch nicht Alle umarmen, aber ich umarme