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Zehnter Band.
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Herzog von Angouleme schickte den Staatsminister Baronvon Vitr olleS von Bordeaurab, um Toulouse zum Hauptortseines Gouvernements zu machen, seine Gemahlin, die Her-zogin, ließ er in Bordeaux zurück, in der Hoffnung, seinerParthei diese wichtige Stadt zu erhalten und daselbst diespanische Armee zu sammeln; er selbst unternahm an der Spitzedes 10- Linien-Infanterieregiments, des 14. Regiments derJäger zu Pferd und einiger Bataillone königlicher Freiwilligervon Langucdoc das tollkühne Wagniß, nach Lyon zu mar-schiren, während die Marseiller gegen Grenoble ziehenwürden. Er ging auf der Brücke Saint-Esprit über dieRhone, nahm die Brücke von Dröme weg, welche die National-gardisten von Montelimart vertheidigten, zog am 3. Aprilin Valencia ein, und stellte seine Vorposten längs des linkenUfer der Zssre aus Zu derselben Zeit rückten die Marseiller2500 Mann stark, unterstüzt durch das 83ste und 58ste Linien-regiment unter den Befehlen des Generallieutenants Ernoufin Gap ein und marschirten gegen Grenoble. Aber dieseErfolge dauerten nur einen Tag; die Herzogin von Angoulsmewar am 2. April bei der Ankunft des GenerallieutenantsClauzel genöthigt, Bordeaux zu verlassen, und schiffte sichauf einem englischen Kutter ein. Bitrolles wurde am4. April durch den Gcncrallientenant Laborde verhaftet undnach Paris ins Gefängniß abgeführt. Der General Gillybenüzte den Enthusiasmus der Bewohner von Langucdocund stellte sich an ihre Spitze; seine Avantgarde, bestehendaus dem loten Jägerregiment zu Pferd und dem 6ten leichtenInfanterieregiment, bemächtigte sich der Brücke Saint-Espritund verjagte die Royalisten. Bei dem Gerüchte von der Ge-fahr, welche Lyon drohe, erhoben sich die Bewohner derBourgogne und Auvergne in Masse, liefen nach Lyon undverlangten Waffen, um gegen die Fürsten zu marschiren.In allen Gemeinden der Dauphins ward die dreifarbige Fahneaufgesteckt, die Sturmglocke zeigte den Marsch der Royalistenan. Die Linientruppen verließen bei dem Anblick des kaiserlichen^