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Zehnter Band.
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waren in Belgien oder in Amerika beschäftigt; wegen derMeeresküste hatte man keine ernstliche Besorgniß.

§. 5.

Wenn die Feindseligkeiten, wie zu befürchten war, vordem Herbst anfingen, so waren die verbündeten Armeen Eu-ropa'- viel zahlreicher als die französischen Heere, und dannmußte bei Paris und Lyon das Schicksal des Reichs entschie-den werden. Diese beiden großen Städte waren ehedem be-festigt gewesen, gleich allen Hauptstädten Europa's, so wiedenjenigen, welche seither aufgehört haben, es zu seyn.

Wenn indessen im Jahr 1804 Wien befestigt gewesenwäre, so hätte die Schlacht von Ulm den Ausgang des Kriegsnicht entschieden, das Armeecorps, welches der General Ku-tusow commandirte, würde dort die andern russischen Ar-meecorps, welche schon in Olmütz angekommen waren, unddie Armee des Prinzen Earl, welche von Italien herkam,erwartet haben. Im Jahr 1809 hätte der Prinz Earl, nach-dem er bei Eckmühl geschlagen und genöthigt worden warsich auf das linke Mer der Donau zurückzuziehen, schon nochZeit gehabt, nach Wien zu kommen und sich mit demCorps des General Hitler und der Armee des ErzherzogsJohann zu vereinigen.

Wenn Berlin im Jahr 1806 befestigt gewesen wäre, sohätte sich die bei Jena geschlagene Armee dort gesammelt, unddie russische Armee sich mit ihr vereinigt.

Wäre Madrid im Jahr 1808 eine Festung gewesen, sowäre die französische Armee nach den Siezen von Espinoza,Tudella, Burgos und Sommosierra nicht gegen diese Haupt-stadt marschirt und hätte die englische Armee des GeneralsMoore und die spanische von Romans hinter Salamankaund Valladolid gelassen; diese beiden englisch-spanischenArmeen hätten sich unter den Festungswerken von Madridmit der Armee von Aragon und Valencia vereinigt.