Band 
Zehnter Band.
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Paris hat seine Rettung zehn- oder zwölfmal seinenMauern zu verdanken: 1) im Jahr 885 wäre es den Nor-mannen zum Raub geworden; diese Barbaren belagerten eSzwei Jahre lang vergebens; 2) im Jahr 1358 wurde es vondem Dauphin vergebens belagert, und wenn ihm die Ein-wohner einige Jahre nachher die Thore öffneten, so geschahdieß blos aus freiem Willen; 3) im Jahr 1359 lagerte Eduard,König von England, bei Montrouge und trug Verwüstungbis unter seine Mauern, aber wich vor seinen Befestigungs-werken und zog sich nach Ehartres zurück; 4) im Jahre 1427schlug der König Heinrich V. den Angriff von Earl VII.ab; 5) im Jahr 1464schloß derGrafv. Chalorais diese großeHauptstadt ein, aber alle seine Angriffe scheiterten; 6) imJahr 1472 wäre sie durch den Herzog von Bourgognegenommen worden, welcher sich aber damit begnügen mußte,ihr Gebiet zu verwüsten; 7) im Jahr 1536 verlegte Ehar-tes-Qu int, Herr der Campagne, sein Gebiet nach Meaur,seine Plänkler kamen bis unter die Verschanzungen der Haupt-stadt, welche nur ihren Mauern ihre Rettung verdankte; 8)und 9) im Jahr 1588 und 1589 scheiterten die VersucheHeinrichs des in. und Heinrich des IV. an den Befesti-gungswerken von Paris, und wenn lange nachher die Ein-wohner ihre Thore öffneten, so geschah es freiwillig und inFolge der feierlichen Entsagung von St. Denis; 19) endlichim Jahr 1636 retteten die Befestigungswerke von Paris meh-rere Jahre lang seine Bewohner. Hätte Paris im Jahr 1814und 1815 noch einen festen Platz gehabt, welcher im Standegewesen wäre, nur acht Tage Widerstand zu leisten, welchenEinfluß würde dieß auf die Weltereignisse gehabt haben!!!

In einer großen Hauptstadt besteht der Kern der Na-tion; alle Großen haben dort ihren Aufenthalt, ihre Fami-lien; es ist das Centrum der öffentlichen Meinung, der all-gemeine Sammelplatz. Es ist der größte Widerspruch unddie größte Inkonsequenz, einen Platz von solcher Wichtigkeit