indessen fuhren sie noch fort, sie auf ihrem linken Flügel zuverlängern; der rechte französische Flügel drang vor und er-reichte die Höhe von Planchenoit; der GenerallieutenantMorand begab sich sodann mit vier Bataillonen von deralten Garde und 16 Stücken Geschütz auf den rechten Flügelder jungen Garde; zwei Regimenter von der alten Gardenahmen eine Stellung vorwärts von Planchenoit; die preußischeLinie war überflügelt, der General Bülow zurückgetrieben,der linke Flügel machte eine rückgängige Bewegung, und un-merklich wich die ganze Linie zurück. Der Graf Lob au,der General Duhesme und der Marschall Morand rück-ten vorwärts; sie nahmen bald die Stellungen ein, welchedie Artillerie des General Bülow inne gehabt hatte. DieserGeneral hatte nicht nur seinen Angriff aufgegeben, alle seineReserven demaskirt, sondern befand sich jezt, von Anfang zu-rückgehalten, in vollem Rückzug. Die preußischen Kugelnerreichten nicht nur die Straße von Charleroi nicht mehr,sondern sie trafen nicht einmal mehr die Stelle, welche derGraf Lobau besezt hatte; dieß war um sieben Uhr Abends.
§. ?.
Es waren nun zwei Stunden, daß der Graf Erlon sichdes Hofs de la Haye bemächtigt und den ganzen linken eng-lischen Flügel, sowie den rechten des General Bülow ge-worfen hatte. Die leichte Cavallerie deS ersten Corps, welchedie feindliche Reiterei auf die Höhe von la Haye verfolgte,wurde durch eine an Zahl überlegene Cavallerie zurückgewor-fen; der Graf Milhaud erstieg sodann mit seinen Kürassie-ren die Höhe und ließ den General Lefebvre-Desnouet-tes benachrichtigen, welcher sich alsbald in Trab sezte, umihn zu unterstützen. Um fünf Uhr war der Augenblick, woder Angriff des General Bülow am drohendsten war, woer, weit entfernt, zurückgedrängt zu seyn, immer neue Trup-pen zeigte, welche seine Linie auf dem rechten Flügel verlän-gerten. Die englische Cavallerie wurde durch die unerschrockenen