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Zehnter Band.
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nicht zu entschuldigende Langsamkeit bei so kitzlichen Umstän-den, von Seiten eines so eifrigen Offiziers, ist unerklärlich.

§.

Indessen begann bald eine Kanonade zwischen dem Ge-neral Bülow und dem Grafen Lobau. Die preußischeArmee marschirte in Staffeln; das Centrum voraus. DieSchlachtlinie war perpendikutar mit dem rechten Flügel derArmee, mit der Straße von La Haye-Sainte nach Planche-noit gleichlaufend. Der Echelon des Centrums demaskirtc3« Feuerschlünde; die französische Artillerie sezte eine gleicheZahl entgegen. Nachdem die Kanonade eine Stunde langgedauert, bemerkte der Graf Lobau, daß der erste Echelonnicht unterstüzt sey; er marschirte gegen ihn, warf ihn undtrieb ihn weit zurück; aber die beiden andern Linien, welchedurch schlechte Wege aufgehalten worden zu seyn schienen,nahmen den ersten Echelon auf und suchten, ohne daß sie indie französische Linie einbrechen wollten, in Schlachtordnungsich links zu ziehen. Der GrafL ob au. befürchtete, umgangenzu seyn, und zog sich, in Echelonsform marschirend, zurück,indem er sich der Armee näherte. Das Feuer der preußischenBatterien verdoppelte sich; man zählte 60 Feuerschlünde; dieKugeln fielen auf die Straße vor und hinter Belle-Alliance,wo sich der Kaiser mit der Garde befand; dieß war dieOpera-tionslinie der Armee; im entscheidendsten Augenblick hatte sichder Feind so genähert, daß die Kugeln diese Straße auf-wühlten; der Kaiser befahl sogleich dem General Duhesme,welcher die junge Garde commandirte, sich mit seinen zweiJnfanteriebrigaden und 24 Feuerschlünden von der Gardeauf den rechten Flügel des sechsten Corps zu begeben. EineViertelstunde nachher eröffnete diese furchtbare Batterie ihrFeuer; die französische Artillerie gewann bald die Oberhand;sie war besser bedient und besser aufgestellt. Sobald die jungeGarde handgemein war, schien die Bewegung der -Preußenaufzuhören; man bemerkte eine Unsicherheit in ihrer Linie;