Band 
Zehnter Band.
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§. 6 .

Sechste Bemerkung. 1) Die französische Armeemanövrirte am l3ten und 14ten auf dem rechten Ufer derSambre. Sie campirte in der Nacht vom I4ten auf den15ten, eine halbe Meile von den preußischen Vorposten ent-fernt; und dennoch hatte der Marfchall Blücher durchauskeine Kunde davon. Als er am löten, Morgens früh, inseinem Hauptquartier von Namur erfuhr, daß der Kaiser inEharleroi einrücke, war die preußisch-sächsische Armee nochauf einer Ausdehnung von 30 Meilen zerstreut und brauchtezwei Tage, um sich zu vereinigen. Er hätte seit dem lötenMai sein Hauptquartier nach Fleurus verlegen und die Ean-tonirungen seiner Armee auf eine Fläche von acht Meilenzusammenziehen sollen, indem er Vorposten an die Debouchoender Maas und Sambre vorgeschoben hätte; dann hätte kön-nen seine Armee am löten M ttags in Ligny vereinigt seynund dort den Angriff der französischen Armee erwarten oderam Abend des löten gegen diese marschiren, um sie in dieSambre zu werfen.

2) Indessen beharrte der Marschall Blücher, obgleicher überrumpelt war, auf seinem Vorsatz, seine Armee auf denHöhen von Ligny hinter Fleurus zu sammeln, und verachtetedie Gefahr, angegriffen zu werden, ehe seine Armee dortangekommen wäre. Am löten Morgens hatte er noch nichtmehr als zwei Armeecorps dort vereinigt, und schon wardie französische Armee in Fleurus. Das dritte EorpS stießim Laufe des Tags zu ihm, aber daS vierte, welches derGeneral Bülow commandirte, konnte nicht zum Gefechtkommen. Der Marschall Blücher hätte sollen, sobald er dieFranzosen in Eharleroi wußte, daS heißt, am Abend deslöten, weder Fleurus noch Ligny zum Vereinigungspunktseiner Armee bestimmen, welche sich unter den feindlichenKanonen befanden, sondern Wavres, wo die Franzosen nichtvor dem 17ten ankommen konnten; so hätte er wenigstensden ganzen löten und die Nacht vom löten auf den l7ten