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Zehnter Band.
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Auch dieses Heer sah mit Ingrimm, daß von allen Verspre-chungen, die man ihm gemacht hatte, keine eingehaltenwurde.

Ein gewandter Minister hätte den Muth dieses Heereszur Rettung des Vaterlandes benutzen können; denn trotz desEnthusiasmus, den ihm sein Führer eingeflößt, hatte es nieaufgehört, das Heer der Nation zu seyn. Trunken vonRuhm war es blindlings dem Wagen des Eroberers gefolgt,der Europa durchzog, allein eS hätte sich nie zum feilenWerkzeug eines Despoten hergegeben. Dupont, der seit derunglücklichenCapitulation vonBaylen so viel zu thun hatte,um sich die öffentliche Meinung wieder zu gewinnen, ent-fremdete sie sich vollends ganz in einer Stelle, die er nichtauszufüllen vermochte. Er verkannte den Geist der Truppenund glaubte, genug gethan zu haben, um die Soldaten anden Thron zu fesseln, wenn er einige ihrer Häupter gut be-handelte. Er zog den gierigen Ehrgeiz des Adels nicht ge-hörig in Erwägung, er glaubte, ihn durch Verleihung eini-ger Stellen befriedigen zu können, und sank bei den Adeligenin gleiche Verachtung, wie bei dem Heere. Sein NachfolgerSoult schlug denselben Weg ein, aber mit rauheren und ab-stoßenderen Formen: er hatte so eben die Bretagne durchreistund erklärt, daß er seinen Titel als Marschall von Frankreichgegen den eines Ehouan austauschen würde; er hatte sichnicht entblödet, die Errichtung eines Denkmals zu Ehrender Emigrirten, die unter den Fahnen der Engländer gefoch-ten hatten, vorzuschlagen; und die Ehouans und Herr vonBlacas erhoben ihn ins Ministerium, und der König er-nannte ihn, als ob ein Mensch, der sich unpopulär undverächtlich gemacht hatte, für ihn irgend brauchbar seynkönnte.

Soult glaubte, daS Heer durch Ordonnanzen beherr-schen zu können; er wußte nicht, daß der mächtige Arm desKaisers dazu gehörte, den eisernen Scepter zu führen; erempörte die Gemüther, er rief Haß hervor, er erzeugte den

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