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Zehnter Band.
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Es wurde den Neapolitanern nicht schwer, aus diesenvielfachen Kränkungen seiner Eigenliebe Nutzen zu ziehen.Bald wurden die in den Dienst des Königs übergegangenenFranzosen als die Parthei der Königin angesehen: man ver-leidete ihnen das Leben, man verlangte Eide, die ihrem Ge-fühl widerstrebten, eine gänzliche Verzichtleistung auf daserste Vaterland, das sie nicht vergessen konnten; und Alle,oder beinahe Alle, verließen Italien und kehrten nach Frank-reich zurück, ungewiß über den Empfang, der ihrer dortwartete, und ohne zu wissen, ob das Opfer, das sie so ebengebracht, mit günstigen Augen würbe angesehen werden.Murat befriedigte seine Eitelkeit, beschwichligitk ftjhe chimä-rischen Besorgnisse, nahm aber seiner Arnuee ihre wahreStärke; die Ereignisse, die wir zu beschreiben im Begriffsind, straften ihn für diesen Fehler.

Wir sind in diese Details eingegangen, um zu beweisen,daß Murat seinen Abfall lange vorbereitet hatte und schonim Jahr 1810 seine Sache von der des Beherrschers von Frank-reich trennen zu können glaubte. Im Feldzuge von I8l2war er mit den feindlichen Mächten bereits einverstanden *).Der Brief, den die Königin zur Rechtfertigung ihres Ge-mahls an Napoleon schrieb, ein Brief, welcher öffentlichgeworden ist, und worin sie sagt: „Metternich habe ver-sichert, die einzige Art, der napoleonischen Dynastie zudienen, sey die, auf die Seite Oestreichs zu treten, der ein-zigen Macht, welche diese Dynastie erhalten wolle, und da-durch sey Murat zu dem Schritte bestimmt worden, den ergethan habe;" dieser Brief muß als ein diplomatisches Beweis-stück betrachtet werden.

Während er die Kavallerie commandirtc, war der Prinz Cariatiim Hauptquartier der Ocstreicher, um mit den Alliirtcn zu untcrhan-dein, und mehrere Male hatte der Kaiser Alexander seine Lorgnettevon ihm gefordert, mit den Worten: "Sehen wir, ob wir nicht unsernAlliirtcn, den König von Neapel, auf dem Plan entdecke» können,"