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Napoleon wurde voin Throne gestürzt. Muvatempfand bald. daß er falsch gerechnet hatte, und daß, wennder Stamm ausgerissen ist, der schwache Zweig in Waldevertrocknen muß. Die Wourbonen verfolgten ihn auf demWiener Congresse, und man glaubte einen Augenblick, dieserUsurpator des Königreichs Neapel würde genöthigt werden,seinen Thron an den legitimen Souverän abzutreten; er rüsteteschnell eine zahlreiche Armee aus; er suchte die Unzufrieden-heit der Italiener, denen das bleierne Zoch des Hauses Oest-reich so verhaßt ist. zu benützen, um sich Anhänger zu ver-schaffen und einen allgemeinen Aufstand vorzubereiten; ernahm fremde Offiziere in seine Dienste, bcsczte die wichtigenStellungen an den Gränzen seiner Staaten, nahm Anconamit Gewalt weg und erklärte, er werde sich zu keinem Ver-gleiche hergeben und das Königreich, das die Coalition ihmverbürgt habe, und das sie ihm nicht mehr nehmen könne,vertheidigen.
So standen die Sachen, als Napoleon mit so vielerLeichtigkeit den französischen Thron wieder bestieg. Sey esnun, daß Murat ihm in Obcritalicn zuvorkommen und esmit seinem Reiche vereinigen, oder daß er seinen Schwagerdurch eine mächtige Diversion unterstützen wollte, er gab jeztdie Defensive auf und glaubte sich mit seinen Neapolitanerngegen die östreichischen Truppen messen zu können, die erso oft hatte vor sich fliehen sehen; seine Berechnung war, vonbeiden Gesichtspunkten aus betrachtet, gleich falsch, wie wirsogleich beweisen werden.
Italien zu einer einzigen unabhängigen Macht zu ver-einigen, ist eine Chimäre, und diese Vereinigung unter derHerrschaft der Neapolitaner zu hoffen, welche von ganz Ita-lien verachtet sind, eine Narrheit. So lange sich nicht eineStadt erhebt, die größer, reicher und mächtiger ist, als alleandere; so lange Mailand mit Turin, Rom mit Neapel undGenua mit Venedig rivalisirt, wird es nicht wohl möglichseyn, in Italien eine Centralrcgierung zu gründen, einen
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