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daß der Präsident im Vorzimmer warte, und nur durch einMißverständniß sey ein Kammerherr alS Vermittler zwischendem Thron und den Repräsentanten des Volkes angekündigtworden. Man behauptete, Napoleon habe zu Lanjui-nais gesagt: „Einige sagen, Sie seyen Bourbonist, Andere,Sie seyen mein persönlicher Feind, wieder Andere, Sie seyenein wahrer Freund des Vaterlandes: Sie können sich denken,welchen von diesen ich glaube, wenn ich Ihnen, so wie derKammer, zu der Wahl Glück wünsche, die Sie zu ihremPräsidenten gemacht hat." Herr Lanjuinais hätte, wenndie Wahrheit gut zu sagen gewesen wäre, meiner Ansichtnach antworten können, daß diese drei scheinbar sich so wider-sprechenden Behauptungen alle Recht haben: hat nicht derErfolg bewiesen, daß er sich mit Fouch« zum Sturze Na-poleons vereinigte? hat er nicht zur Rückkehr Lud-wigs xvm. mitgewirkt? und beweisen nicht dennoch seinedles Betragen, seine allzeit freisinnigen Ansichten, seinefortwährende Opposition gegen jede Art von Tyrannei, daßdie Liebe zum Vaterlande die erste Empfindung seines Her-zens ist?
Einige Tage später wurde der Antrag des Repräsentan-ten Felix Lepelletier, Napoleon für den Retter desVaterlandes zu erklären, mit mißfälligem Gemurmel abge-wiesen, und die republikanische oder Napoleon feindlicheParthei herrschte entschieden in dieser Versammlung vor, dieweder die innere Lage Frankreichs, noch seine Stellunggegen die auswärtigen Mächte recht zu beurtheilen wußte.
Der Kaiser hatte ungeheure Rüstungen gemacht, und fastauf allen Punkten hatte der Wille der Nation ihn unterstüzt.Die französische Armee, die am 1. April 1814 (eine Thatsache,woraus die Abgeschmacktheit der damals zur Vertheidigungunseres Gebiets getroffenen Anstalten hervorgeht) ohne Ein-schluß der 150,000 in den fremden Ländern zurückgehaltenenGefangenen, von denen eine große Anzahl ihr Vaterlandnicht mehr sehen sollte, 450,000 Kampffähige gezählt hatte —