Band 
Zehnter Band.
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damals, wie nach Austerlitz, wie nach Wagram, waren wir zugroßmüthig! Wir glaubten an die Versicherungen und Schwüreder Fürsten, die wir auf dem Throne ließenDennoch wollensie heute, unter sich verbündet, die Unabhängigkeit und dieheiligsten Rechte Frankreichs angreifen. Sie haben den un-gerechtesten aller Angriffe unternommen. Ziehen wir dennihnen entgegen: sind sie und wir nicht mehr dieselben?

„Bei Jena standet ihr gegen dieselben Preußen, die heuteso anmaßend sind, Einer gegen Zwei, und bei MontmirailEiner gegen Drei.

„Die Sachsen, die Belgier, die Deutschen seufzen, ihreArme Fürsten leihen zu muffen, die Feinde der Gerechtigkeitund der Rechte aller Völker sind! sie wissen, daß diese Coali-tion unersättlich ist! Nachdem sie zwölf Millionen Polen,zwölf Millionen Italiener, eine Million Sachsen, sechs Mil-lionen Belgier verschlungen hat, will sie noch die deutschenStaaten zweiten Rangs verschlingen.

„Die Unsinnigen! ein Augenblick des Glücks blendet sie.Die Herabwürdigung des französischen Volkes steht nicht inihrer Macht! Wenn sie Frankreich betreten, werden sie da-selbst ihr Grab finden.

„Für jeden Franzosen, der ein Herz hat, ist der Augen-blick gekommen, zu siegen oder zu sterben."

Diese edeln Gefühle belebten alle Seelen, und nie botKampflust ein lebhafteres Vorgefühl des Sieges.

Das Heer war damals folgendermaßen aufgestellt: dasCentrum, aus dem dritten, dem sechsten Corps und derGarde bestehend, vereinigte sich zu Beaumont; das erste undzweite Corps bedrohten durch ihre Bewegungen Mons, unddas vierte Corps, das von Metz kam, debouchirte von Phi-lippeville. Die Cavallerie, unter den Befehlen Grouchy's,bestand aus vier Corps, jedes aus zwei Divisionen, unterden Generalen Ereelmans, Pajol, Milhaud und Kel-lermann, die Garde nicht mit eingerechnet. Die Gesammt-stärke dieser Truppenmacht betrug 122,404 Mann mit 350