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Zehnter Band.
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Feuerschlünden. Es ist möglich, daß die Verzeichnis siehöher angaben. Allein man weiß, wie ungenau diese Ver-zeichnisse in der Regel sind; man weiß, daß immer ein großerUnterschied ist zwischen denen, die als unter den Waffenbefindlich angegeben werden, und denen, die wirklich kampf-fähig sind. Dieser unter den Waffen Befindlichen nun warenes nicht mehr als 122,404 Mann, und vielleicht ist auch dieseAngabe noch übertrieben. Ich weiß, daß ich hier den allge-meinen Annahmen, so wie den von den Preußen und denEngländern bekannt gemachten Bulletins widerspreche; alleinich werde so viele Gelegenheiten haben, sie der Untreue zuüberweisen, daß man gestehen wird, daß ihre Behauptungennur den Wunsch beurkunden, ihren Sieg zu übertreiben.

Die Truppen sezten sich am I 5 ten etwas spät in Bewe-gung; es kam in der Umgegend von Thuin zu einigen Vor-postengefechten, und das erste und zweite Eorps paffirten dieSambre bei Marchiennes; das dritte, die Avantgarde unddas sechste Eorps wandten sich gegen Eharleroi, welcherStadt man sich um Mittag bemeistert hatte, und wo derFeind entweder nicht Zeit oder nicht die Vorsicht gehabthatte, die Brücke abzubrechen; um vier Uhr passirte daSvierte Eorps, das ansehnliche Märsche gemacht hatte, dieSambre bei Chatelet und stellte sich in die Linie.

Die Preußen, von Bourmont gewarnt, waren sehr aufihrer Hut und ließen sich nicht überrumpeln; doch ist es auf-fallend, daß sie nicht mehr Anstalten getroffen hatten, umdie Brücken über die Sambre in die Luft zu sprengen undauf den Ufern deS Flusses einigen Widerstand entgegenzusetzen.Sie brauchten Zeit, um sich in den Stand zu setzen, einenKampf zu wagen. Der General Ziethen stand mit 8 —10,00«)Mann in Gilly; sie wurden im Augenblick über den Haufengeworfen, und wenn man der Jnsanterie-Eolonne Zeit gelassenhätte, die Anhöhe zu umgehen, so würben nur Wenige ent-kommen seyn. Bei diesem Angriffe fiel der tapfere GeneralLetort, ein Offizier von großer Entschlossenheit, der in dem