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Zehnter Band.
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eS billig, auch alle Franzosen zu zählen, die im Nothfall imTreffen verwendet werden konnten, und wenn wir nun denRest der Garde und das schwache sechste Corps, das GrafLobau kommandirte, dazu rechnen, so werden wir etwa60,000 Mann herausbringen, die der General Gneisenauum mehr als das Doppelte zu vermehren beliebt hat.

Kommen wir auf den Anfang dieser Schlacht und aufdie schlechte Anwendung des 16. Juni zurück. Wäre manmit Tagesanbruch von Charleroi aufgebrochen, hätte sich derKaiser, wie früher, mit den ersten Strahlen der Sonne beiden Vorposten eingefunden, so hätte er die feindliche Armeeerkannt, er hätte auf der Stelle dem Marschall Ney Befehlegegeben, alle Truppen in Bewegung gesezt, und die Schlachthätte gegen neun Uhr Morgens mit Einheit und Zusammen-hang begonnen; hätte das Corps des Grafen von Erlondaran Theil genommen, so wäre sie entscheidender geworden;auch ohne dieses Corps wäre sie gegen drei Uhr entschiedengewesen, und welche unermeßliche Vortheile hätten banndiese kühnen Bewegungen auf das Centrum der ganzen Liniegehabt? Dann hätte der über Tilly hinaus bis gegen Wavresverfolgte Feind nur in St. Hubert einen Stützpunkt gefun-den , einer allerdings starken Stellung, die man aber durcheine leichte Bewegung auf unserm rechten Flügel umgangenhätte. Dann hätte man sogleich auf daS linke Ufer der DyleTruppen geworfen; der Feind hätte sich in Wavres nichtconcentriren, mit Wellington keinen gemeinschaftlichenPlan fassen können, und die Schlacht von Waterloo hättenicht stattgehabt. Es ist nicht das erste Mal, daß Siege aufdiese Weise unnützlich geblieben sind, weil man den Kampfzu spät begann. Dahin gehören die von Lawfeld, von Rocou,von Markick; nur wenn man kämpfen will, ohne große Hoff-nungen auf den Sieg zu haben, ist man berechtigt, auf dieseArt Schlachten zu liefern, die keine große Resultate habenkönnen.