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Zehnter Band.
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Eine ziemlich große Anzahl von Feldstücken fiel in unsreHände; doch machten wir wenig Gefangene; die Schattender Nacht retteten sie.

Zehntes Kapitel.Schlacht von Waterloo.

Am 17tcn hätten wir uns mit Tagesanbruch in Bewe-gung setzen sollen; allein es war beinahe zehn Uhr, als derKaiser aufbrach, und zum großen Erstaunen der Offizieretheilte man sich in zwei Corps, von denen das eine diePreußen verfolgen, das andere sich auf die Engländer werfensollte. Ein unglücklicher Gedanke, der so großes Unheilüber uns brachte! Ein unerklärlicher Fehler von einem Feld-herrn, der die Vortheile der Concentration seiner Streit-kräfte so oft empfunden hatte! Er hatte große Märsche ge-macht, um die Engländer und die Preußen zu überraschen,es war ihm gelungen, sie zu trennen, und nun trennte ersich selbst und ließ ihnen die Mittel, sich zu vereinigen!

Diesen Fehler hatte er bei Marengo gemacht, und erhätte ihn den Sieg gekostet, wenn nicht Desair mit seinenTruppen herbeigeeilt wäre und ihn den Oestreichern entrissenhätte. Leider lebte Desair nicht meht'. Der MarschallGrouchy, ein Mann von Ehre und unbescholtenem, tadel-losem Charakter, aber von beschränkten militärischen Talenten,in kritischen Augenblicken schwankend, im Unglück niederge-schlagen und rastlos, erhielt den Auftrag, die Preußen zuverfolgen. „Diese Wahl," sagt ein General, der sich bei die-ser Colonne befand, „wurde mißbilligt, aber sie befremdetenicht. Schon lange war die Armee gewöhnt, Männer von