Band 
Zehnter Band.
Seite
387
JPEG-Download
 

387

um sie aufzuhalten. So sprechen die Minister der auswär-tigen Angelegenheiten, der Finanzen, des Kriegs, der Prü-fest der Polizei u. s. w. Vielleicht ist es .theilweise wahr;vielleicht glaubt das Ministerium, durch die Unterwerfungdes Generals Milhaub getäuscht, daß die andern Corpsdem Beispiele folgen werden; vielleicht gibt es auch Leute,denen der Gedanke, die Armee vernichten« zu sehen, nichtausfällt, oder die sich wenigstens nicht scheuen, es zu riskiren,um sie unbedingt zu erhalten."

Um diese reine und einfache Unterwerfung, deren Mo-tive man mit etwa? Umsicht leicht errathen hätte, zu beschleu-nigen, verkündigte man, die Russen und Preußen machensich ma'schfertig und wollen auch das übrige Frankreich über-ziehen, und daran sey die Hartnäckigkeit der Armee Schuld.Dieß war mehr als genug, um französische Generale zu be-stimmen. „Die drei Kommissäre, nachdem sie," sagten sie ineinem Briefe vom 14ten, „neue Versicherungen der Ministererhalten hatten, daß der König die wohlwollendsten Gesin-nungen gegen das Heer hege, und daß Se. Majestät ihmweit mehr bewilligen werde, als wir selbst verlangen würden,erließen sie mit Ermächtigung des Herrn Marschalls folgendeAdresse:

»Tire,

„Das Heer unter den Befehlen des Fürsten von Eck-mühl, das von dem Unglück des Vaterlandes durchdrungenist und, so viel von ihm abhängt, demselben abzuhelfenwünschte, hat uns zu Eurer Majestät entsendet, um ihr sei-nen Wunsch auszudrücken, sich aufrichtig um sie zu sammelnund ihr durch sein Beispiel diejenigen ihrer Unterthanenwieder zuzuführen, welche die außerordentlichen Umstände,in denen wir uns befunden, von ihr entfernt hatten.

„Voll Vertrauen auf die Großmuth Eurer Majestätschmeichelt sich das Heer, Sire, daß Sie mit Güte seine Un-terwerfung annehmen und, über die Vergangenheit einen

25 *