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Zehnter Band.
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sollte, nach England zu führen. Ich habe mich mit Ver-trauen eingestellt und unter den Schutz der'Gesetze Englandsbegeben. Gleich nach meiner Ankunft am Bord des Belle-rophon war ich am Herde des brittifchen Volks. Wenn dieRegierung, indem sie dem Eapitän deS Bellerophon Befehleertheilte, mich und mein Gefolge auf diese Art aufzunehmen,nur einen Hinterhalt legen wollte, so hat sie die Ehre be-fleckt und ihre Flagge beschimpft.

»Sollte diese Handlung vollbracht werden, so würden dieEngländer in Zukunft vergeblich von ihrer Rechtlichkeit,ihren Gesetzen und ihrer Freiheit sprechen. Das brittischeWort wäre durch die Gastfreundschaft des Bellerophon zuNichts geworden.

„Ich appellire in dieser Beziehung an die Geschichte: siewird sagen, daß ein Feind, der zwanzig Jahre lang den Kriegmit dem englischen Volke führte, von freien Stücken in sei-nem Unglück sich eingestellt hat, um eine Zuflucht unter demSchuhe seiner Gesetze zu suchen. Welch einen auffallender»Beweis konnte er ihm von seiner Hochachtung und von sei-nem Vertrauen geben? Wie hat man aber in England aufeine solche Großmuth geantwortet? Man verstellte sich undreichte diesem Feinde eine gastfreundliche Hand, und als ersich mit Vertrauen überlieferte, opferte man ihn auf.

„Unterzeichnet: Napoleon,am Bord des Bellerophon auf dem Meere."

Der Herzog von Rovigo benachrichtigt mich, daß derKaiser verlangt hat, mich nach London an den Prinzen Re-genten zu schicken, daß man ihm Dieß aber hartnäckig ver-weigert hätte.

DaS Meer war unruhig, der Wind heftig, und wirhatten größtentheils die Seekrankheit. Was vermag abernicht die vorherrschende Beschäftigung des Geistes über körper-liche Schwachheiten! Dieß ist vielleicht das Emzigemal inmeinem Leben, daß ich bei solchem Wetter nicht seekrankwurde.