448
allein in der Ungeschicklichkeit oder in der Verrätherei dervorübergehenden Regierung, die auf ihn gefolgt ist. Nach-dem er sich nach Rochefort begeben, und der Capitän derFregatten das Auslaufen verweigert hatte, sollte er dann dieFrucht seiner Abdankung vcrlorcn'geben? Sollte er in dasInnere von Frankreich zurückkehren, sich an die Spitze bloßerHauten stellen, nachdem er auf Armeen verzichtet hatte?Sollte er alS Verzweifelter einen bürgerlichen Krieg ohneErfolg unterhalten, einen Krieg, der nur den Untergangder lezten Stützen, der künftigen Hoffnungen des Vaterlandsherbeiführen konnte? Bei diesem Zustande der Dinge faßteer den großmüthigsten Entschluß: dieser ist seines Lebenswürdig und beantwortet alle Schmähungen, die in 20Jahren lächerlichcrweise auf seinen Charakter gehäuft wurden.Was wird aber die Geschichte von jenen Ministern einerfreisinnigen Nation, von den Beschützern und Verwahrernder Volksrechte sagen, die immer von Eifer beseelt sind, E o-riolane zu finden, und die Nichts als Kelten für einen Ea-m illus bereit haben? ^
Was den Vorwurf betrifft, daß er sich nach St. Helenahätte führen lassen, so wäre es eine Schamde, darauf zuantworten. Sich Mann gegen Mann in eiinem Schiffszim-mer zu vertheidigen, irgend Jemand mit seiner eigenen Handzu todten, zu versuchen, Feuer in die Pulverkammer zulegen, ist höchstens die Sache eines Flibustiers. DieWürde im Unglück, die Unterwerfung unter die Nothwen-digkeit haben auch ihren Ruhm: dieser ist das Eigenthumder großen Männer, welche das Unglück verfolgt.
Als die englischen Minister sich im Besitze der PersonNapoleons fanden, ließen sie sich weit mehr durch Leiden-schaft, als durch Gerechtigkeit und Politik leiten. Sievernachlässigten den Triumph ihrer Gesetze, verkannten dieRechte der Gastfreundschaft, vergaßen ihre Ehre und com-promittirten die Ehre ihres Landes. Sie faßten den