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Zehnter Band.
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Meilen weit hergeholt werden muß, keinen bleibenden Schat-ten. Dem Südostwinde ausgesezt, wird hier eine immer-währende Feuchtigkeit bemerkt; bei seiner hohen Lage ist derOrt stets in Nebel eingehüllt und den größten Theil desJahres mit Regen überschwemmt. Der Boden besteht auszähem Lehm, der sich bei nassem Wetter zusammenbackt undan den Schuhen der Fußgänger sich in so schweren Massenanhängt, daß man nicht aus der Stelle kommen kann. EinMonat, höchstens sechs Wochen lang ist das Wetter schön;zwei oder drei Monate herrscht eine brennende Sonnenhitze;die übrigen sieben oder acht Monate ist das Wetter feuchtund höchst unangenehm. Longwood ist in der Regel mitNebel und Dünsten bedeckt; bisweilen jedoch klärt sich derHimmel auf, und dann bekleiden die Sonnenstrahlen Allesmit flüchtigem Glänze. Bald darauf aber trübt sich die Luftvon Neuem, dichte Nebel bedecken die Gegend, und stürmi-scher Regen, den der ewige Südostwind hertreibt, durchnässenden Wanderer, der, vom Sonnenschein gelockt, einen Spazier-gang gewagt hat. Dieser Wechsel des Wetters wird nichtselten mehrmal an einem Tage bemerkt und ist eine der Ur-sachen, warum St. Helena ein so ungesunder Aufenthalt ist.Bei der Zähigkeit des Lehmbodens dringt der Regen nurwenig unter die Oberfläche, sondern stürzt sich in die benach-barten Klüfte. Die Heftigkeit des Windes zerstört die Ve-getation; diese Winde, im Verein mit den Raupen und demMqngel an Wasser, der zwei oder drei Monate lang eintritt,machen alle Versuche der Gartencultur zu Schanden. DiePflanze, welche am besten in Longwood gedeiht, ist dieWolfsmilch, ein sehr schädliches Unkraut.

Es wird Menschen geben, welche, ohne zu wissen, wieLongwood beschaffen ist, die Meinung verbreiten dürften, alshätte ich eine übertriebene Beschreibung von den Nach-theilen dieses Aufenthalts geliefert. Zu meiner Rechtfertigungsey es mir erlaubt, ein Paar Auszüge aus der Geschichtevon St. Helena herzusetzen, deren Verfasser, HerrBr ooke.