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Arnott wollte nicht nachgeben, ich bestand auf meiner Wei-gerung, und wir kamen in eine sehr lebhafte Discussion;gleichwohl gelang eS mir, zu verhindern, daß dem KaiserMilch gereicht wurde.
Mittag. — Die Symptome werden schlimmer und im-mer beunruhigender. Das Fieber nimmt zu, eben so dieEiskälte der untern Extremitäten, und der Patient wird vonder größten Bangigkeit gequält. — Ermattender Schluchzer.—Schwerer Athem. — Starker Druck auf den Magen, dieHaut ändert ihre Farbe. — Der kaum fühlbare und zuweilenintermittirende Puls zeigt gegen 11« Schläge in der Minute;die Wärme ist weit unter dem natürlichen Zustande. Na-poleon trinkt sehr viel Pomeranzenblüthenwasser mit ge-wöhnlichem Wasser und Zucker. Dieses Getränk zieht erallen andern vor, da es ihm Erleichterung verschafft.
2 Uhr N. M. — Das Fieber nimmt ab. Wir gehenhinaus. Lignali bleibt allein zurück und kommt kurzdarauf wieder ins Nebenzimmer zu uns, wo er uns sagt,daß er dem Kaiser den lezten Trost der Religion gereicht hätte.
3 Uhr N. M. — Neuer sehr heftiger Fieberanfall. —Allgemeine Bangigkeit. — Druck und Krämpfe im Magenund in der Magengegend. — Heftiger, fast beständiger Schluch-zer. — Hippokratisches Gesicht. — Napoleon erhält nocheinmal Bewußtseyn. Er empfiehlt seinen Testamentsvoll-streckern für den Fall, wo er das Bewußtseyn verlieren sollte,keinem andern englischen Arzt, als dem Doktor Arnott, denZutritt zu gestatten. „Ich sterbe, ihr werdet nach Europazurückkehren, und ich will euch einigen Rath über euer künf-tiges Betragen ertheilen. Ihr habt meine Verbannung ge-theilt, ihr werdet mein Andenken treu bewahren und Nichtsthun, waS demselben nachtheilig seyn könnte. Ich habe alleGrundsätze sanctionirt; ich habe sie meinen Gesetzen, meinenHandlungen einverleibt; es gibt keinen Grundsatz, dem ichnicht die Weihe ertheilt hätte. Leider waren die Umständeschwierig: ich mußte mit Strenge zu Werke gehen. Manches
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