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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Claſſ XX. Von Pferden. 245

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15. Liecht⸗Fuͤchſe ſeynd zweyerley

(1.) Die eine mit weiſſen Moͤhnen/ Schopff und Schwantz/ und ſonſtenuͤber den gantzen Leib roth.

(v2.) Die andern ſeynd vielerley/ und iſt einer liechter und dunckeler als derandere/ und dieſes iſt eine gemeine Farbe: Und ob wol die Fuͤchſe alle ins ge-mein hitzig/ freudig und zornig ſeynd/ ſo waͤhret ihr Muth doch nicht laug:dann ſie ſeynd weiche Pferde/ verzagen bald an der Arbeit/ und muß man ſie ſitt-ſam unterrichten und regꝛeren. 8

16. Rothe Fuͤchſe/ dieſe Farbe iſt nicht gemein/ weil man ſie ſelten ſin-det/ haben ein ſchoͤnes Anſehen/ ſeynd als wann ein Liecht/ Fuchs mit einerTuͤrckiſch⸗rothen Farbe/ die auff gelbe zeiget/ gefaͤrbet waͤre.

17. Rechte Fuͤchſe/ iſt die gemeine Art und Farbe der Pferde/ ſo zumFahren und Arbeiten/ auch auf unſerm Meyerhofe dienlich ſeyn koͤnnen.

18. Schweiß Fuchs/ je dunckeler die Farbe/ je beſſer das Pferd G

Nota, Von den Rappen/ dieſe ſeynd gemeiniglich Melancholiſcher Na-tur/ und zorniger Art/ ſchwermuͤthig/ traͤg und faul/ und wann ſie zor-nig werden/ laſſen ſie ſich nicht ſo leichtlich wieder ſtillen/ als andert

ferde/ ſeynd offtermals untreu/ eigenſinnig/ vergeſſen bald/ was manie unterrichtet.

19. Maͤuß⸗farb iſt eine heßliche Farbe/ und nichts werth; Dann dieſe haben der Maͤuſe Natur/ ſeynd Melancholiſch/ ſcheu/ matt/ und verzagttb- 20. Liecht⸗ſchwartz iſt eine gemeine Farbe/ und nicht viel darauff zu

alten.21 Kohl⸗ſchwartz iſt eine harte Farbe/ ſonderlich wann weiſſe Zeichendarbey ſeynd. Dieſe werden von etlichen fuͤr ungluͤckliche Pferde gehalten/dann ſie ſeynd gerne ſcheu und ſtutzig.

Nota. Wann dieſe Pferde ſchwartz⸗dunckele Augen haben/ undam Apffelherum einen braunen Ring /ſo iſt zu beſorgen/ daß ſie nicht allein ſchen/ſondern mit der Zeit wol gar blind werden moͤchten.

22. Die Schaͤcken werden alſo genennet/ weil ſie auß den dier Haupt-Farben durch einander vermenget; Dann man findet ſchwartz und weiß/ braunund weiß/ rothſchimmlicht und weiß/ ꝛc.

Die Schaͤcken werden fuͤr gut gehalten/ wann ſie nachfolgende Zeichenhaben/ nemlich-

1. Daß die Farben gleich unter einander geſprenget ſeynd.

2. Daß ſie zwey oder drey weiſſe Fuͤſſe/ ſchwartze Huef/ ein gantz ſchwartGeſchroͤtt/ und ſchwartze groſſe Augen haben. 8

3. Die jenige aber/ ſo groſſe Flecken haben/ wie Kuͤhe/ und eine1 bechte

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