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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Claf. XX. Von Pferden. 253

VVVVV.VII Von dem Schwemmen/ Streu und Wiſchen der Pferde.VIII. Von dem Stall/ und deſſen Geraͤthſchafft.

1. Das Mutter⸗Pferd/ oder die Stutte/ von welcher man gute

Zucht von Fuͤllen haben will/ ſoll unter zwey/ und uͤber zehen Jahr nicht alt

ſeyn.2. Sie ſolle eines ſchoͤnen Leibes/ wol⸗geſtalt/ und ein ſchoͤnes Anſehen ha-ben/ auch etwas groͤſſer/ dann der Petanalreſa ſch3. Sie 8ns weich um den Bauch und Seiten ſeyn.4. Sie ſolle nicht abgearbeit/ ſondern friſch und ſtarck ſeyn.5. Sie ſolle nicht ſcheu ſeyn/ nicht ſchlagen/ noch beiſſen/ auch nicht baldvF auffſitzen laſſen/ nicht ſtaͤttiſch ſyn/ und leiß oderanfft gehen.II. Den Hengſt betreffend/ ſofolle derſelbige nicht unter drey Jahr/ ſon-dern vom vierdten biß in das zwantzigſte Jahr zum Beſchellen genommen

werden.2. Ein vollkommener Beſcheller⸗Hengſt mag zwantzig Stutten gnug

thun.

3. Der Beſcheller ſolle mittelmaͤſſiger Groͤſſe ſeyn/ ſtarck von Bruſt undCreutz/ ohne eingebogenen Ruͤcken/ mit einem ſchmalen Blaͤßlein auf der Stirn/und an einem hintern Fuß etwas weis/ von Haaren Aepffel⸗grau/ Kaͤſten⸗ 8

braun/ oder von einer Farbe ſeyn.4. Er ſolle geſund/ vollkommen/ ſchoͤn/ auffrecht/ Glied⸗gantz und leb-

hafft ſeyn.5. Sein Geſchroͤtt ſolle wol auffgeſchurtzet/ und/ ſamt dem Glied/ gantzſchwartz ſeyn; Dann die weiſſe Farbe deß Gliedes wird zur Vermehrung fuͤr d

untuͤchtig gehalten. 1III. Die Zeit der Beſchellung wird für die beſte Zeit er-achtet von Gregori(12. Mertz /) biß an viti(18. Aprill!) und ſolle vor dem Neu-

Monden geſchehen. 12. Es kan das Beſchellen auch auf den halben Aprill geſchehen/ damit dieStutten hernach im Mertz die Fuͤllen bringen/ und gleich auf halben Aprill oderAnfang deß Mayen mit der Stutten auf das friſche und junge Graß lauffen/und neben der Muüch durch den Sommer hindurch der guten Weyde genieſ-

ſen koͤnnen. Dardurch dann die Fuͤllen wol wachſen und ſtarck werden. Dann/

wann man die Stutten erſt mitten im Sommer/ oder gar gegen demEößs beſchellen ſolte/ bekommen ſie erſt die Fuͤllen/ wann die beſte Zeit ſchonvoruͤber.-.;3. Die Stutten werffen ihre Fuͤllen zu Ende des zwoͤlfften Monats/

derowegen ſolle man ſie nicht ehe als um den halben ertz/ wie zuvor gemeldet-2 Ji iij beſteigen