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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Caff. xX. Von Pferden 261

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koth; ſo viel moͤglich/ heraus ſchuͤtteln/ ingleichem alles naſſe Stroh herausauff den Miſt mit einem Schubkaͤrchlein fuͤhren/ oder ſonſten heraus tragen/das trockene Stroh aber/ ſo von der Streuubrig/ fein zuſammen haͤuffen undumter die Krippen thun/ hernach die Pferdſtaͤnde/ wie auch den gantzen Stallſauber und rein auskehren; dann ſolches nicht allein den Pferden geſund undannehmlich/ ſondern auch dem Knechtloͤblich und ruͤhmlich ſeyn wild.

6. Zu Winterzeſten ſolle man ihnen jederzeit eine gute reine und voͤlligewarme Streu machen/ erſtlich von dem jenigen Stroh/ ſo man den Tag zuvorunter der Krippen gehabt/ hernach friſches Stroh darauff.

7. Die Pferde zu wiſehen/ zu ſtriegeln und ſaͤubern/ ſolle derMeyer ſelbſten offt in die Ställe gehen und fleiſſig zu ſehen/ daß ſolches durch dieKnechte verrichtet und nicht unterlaſſen werde; dann darvon gedeyen diePferde/ und nehmen deſto beſſer zu/ ſo wol als wann ſie gefuͤttert waͤren. Wieund wo man die Pferde ſtriegeln ſolle/ weiß ein jeder gemeiner Bauern⸗Knecht/iſt derowegen nicht noͤthig/ daß wir hiervon etwas weiters reden/ befehlen abernur dem Stallknecht/ daß er ſein Wiſchgezeug/ Striegel und was ſonſtendarzu gehoret/ allezeit auch ſauber und rein halte/ und das Striegeln derPferde nicht vergeſſe/ dann ſonſten der Meyer ihn mit der Streugabel deßStriegelns erinnern moͤchte.

VIII. Den Srall anbelangend/ haben wir zwar droben in der vierdtenClaß dem Meyer zur Nachricht in dem Abriß und Figur. R. Num. 15. ein Mo-dell und Beſchreibung darvon fuͤrgeleget; damit aber zum Uberfluß demHauß⸗Vatter dienlich und was bey ſolcher Pferdſtallung ferner in acht zuneh-men ſeyn moͤchte/ haden wir weitern Bericht darvon nachfolgendes zu ſetzen/fuͤr gut geachtet.

Fürs Erſte hat der Innehaber oder Verwalter unſers Meyerhoffs zuwiſſen/ daß die Pferdſtallungen ſollen unterſchieden werden/ und dieſes vor-nemlich auff dreyerley Weiſe;

1. Einen abſonderlichen Stall fuͤr die untragbare Pferde.2. Einen Stall fuͤr die tragenden Stutten.Fohl 3. Einen Stall/ ſo auch unterſchiedlicher Abtheilung/ fuͤr dieohlen.

1. Anbelangend den Stall fuͤr die untragbaren Pferde/ iſt deſſen Ab-theilung(jedoch unvorgeſchrieben/ je nachdeme des Meyers Gelegenheit ſeynmoͤchte) in dem vorbefagten Modell entworffen.

2. Betreffend aber den Stall fuͤr die tragenden Stuten/ ſo ſolle derſelbi-ge gantz ab onderlich von dem vorigen gebauet werden/ denn da die tragendenStutten bey den andern Pferden in einem Stall/ kan darqus groſſe Unord-nung/ Sefahr und Schaden verurſachet werden.

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