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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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272 Claff. Xxx. Von der Pferde Kranckheiten

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ander/ und bindetes uͤber den Schaden. Oder/ ſiedet Haber⸗Stroh in

Wein/ und bindet es dem Pferd warm auf.

34. Für allerley Geſchwulſt/ ſo nimmt man alt Schmeer/ macht esheiß/ und ſchmiert das Pferd gantz heiß damit/ darnach nehmt Nachtſchatten/ſiedet es mit Wein oder Eſſig/ bindet es dem Pferd über.

Oder Geiſſen⸗Milch mit Eſſig und Gerſten untereinander vermiſchet/zu einem Taig gemacht/ und des Tags zweymal über den Schaden gelegt.

35. Wann ein Pferd daͤmpffig iſt/ ſo aͤſſet man ihme erſtlich dieSpann⸗ Ader/ und nach dreyen Tagen die Halß⸗Ader/ nehmt alsdannWachholderbeeren/ ſo diß Jahr gewachſen, miſchet Saltz darunter/ giebtdem Pferd alle Morgen und Abend davon zu freſſen/ und nicht viel Heu.

36. Fuͤr das Glied⸗Waſſer/ man faͤngt daſſelbe auff/ thut geſtoſſe-ne Krebs⸗Augen darunter/ gieſſet Eſſig daran/ machts ein wenig warm/ gebtes dem Pferd ein.

37. Fuͤr das wilde Fleiſch/ waſchet die Wunden mit Wein/ darin-nen Neſſel⸗Saamen geſotten/ thut darein Spangruͤn. Oder

Nehmet alt Schmeer/ Schwefel und Queckſilber/ thut es zuſammen/ſtreicht es offt darmit.

38. Wann ein Pferd Blut ſtallet/ ſo laͤſſet man ihme drey Tagenach einander die beyde Spar⸗Ader. Oder

Nehmt Rauten/ temperirt oder vermenget dieſelbige mit Wein oderEſſig/ und gebts dem Pferd acht Tage nach einander zu trincken.

39. Für die Mauchen man brennet es mit einem heiſſen Eyſen/ undhackt es mit einer Flieten auff/ legt warm gebaͤhet Roggen ⸗Brod/ ſo mitSaltz beſtrichen/ Tag und Nacht daruͤber/ und ſtreuet Gruͤnſpan darein.

Oder man nimmet Seiffen/ Pech/ weiß Hartz und Menſchen⸗Koth/miſchet es untereinander/ legts dem Pferd wol warm auff die Mauchen/ undwann es kalt worden/ ſo thut man es herab/ und ſalbet den Schaden mit Ho-nig und Baum⸗Oel untereinander vermenget/ ſo lang/ biß daß ihme das Haarwieder waͤchſt.

40. Für die Geſchwulſt des Bauchs/ ſo nimmt man Garn von ei-nem Haſpel/ ſiedet es wol/ und alſo heiß des Tags zweymal dem Pferd auffdie Geſchwulſt gebunden.

41. Fuͤr die Bruͤche auff dem Ruͤcken brennet Haber in einer Scher-ben zu Pulver/ ſtreicht es dem Pferd in den Schaden/ wann es duͤrre/ ſo waͤ-ſchet man es mit Wein auß/ ſo heilet es.

22. Wann einem Pferd der Kamm ſchwuͤret/ ſo nehmt Honig/Lein⸗Oel/ Boͤcken. Unſchlit/ das alles untereinander zerlaſſen/ laſſet es kalt wer-den/ ſchmieret das Pferd alle Tage zweymal/ ſo heilet es davon. 8c

43. Fuͤr