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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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984 M XXII. Vom Feder⸗Viehe und Gefluͤgel.

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Vom zebenden biß den füͤnffzehenden/ damit die junge Huͤnlein um denNeumond moͤgen außſchlieffen.

Nota. Es ſolle auch gut ſeyn/ wann man den Brut⸗Hennen die Eyer

unterleget/ wann der Wind vom Mittag blaͤſet. Dann

7. In ein und zwantzig Tagen werden die Huͤnlein ausgebruͤtet.

8. Man ſolle wo muͤglich/ der Henne ihre eigene neugelegte friſche Ey-er/ welche vor dem ſiebenden Tag des Hornungs/ biß an den zwey und zwan-tzigten Tag des Herbſt⸗Monats geleget ſeynd unterlegen.

9. Diee andenn/ ſo von ſolcher Zeit/ oder auch nach derſelbigen gelegetworden/ ſeynd ſo wenig nutz/ als die jenigen/ ſo das Hun zum allererſtenmalgeleget hat; dann/ es kommet kemne zeitige Frucht von ſolchen gelegten

yyern.

8 10. Die Meyerin hat auch ſonderlich auff die Anzahl der Eyer/ ſo ſie derBrut⸗Henne unter legen will/ ſonderbare Achtung zu gebhen/ wiewol ein undandere nichts davon halten wollen/ laſſen wir die Prob und Erfahrenheit dar-vonreden; Es wird aber dafuͤr gehalten/ man ſolle iederzeit die Eyer in einerungeraden Zahl nehmen zum Unterlegen/ im Jenner nicht mehr dann fuͤnff-zehen/ und im Mertzen neunzehen/ im Aprill aber ein und zwantzig; den beſtenBrut⸗Huͤnern nicht mehr dann drey und zwantzig.

11. Die Brut⸗Henne ſolle ihr eigen Eſſen und Trincken nahe bey demNeſt allwegen haben/ damit ſie nicht weit vom Neſtauffſtehen/ und ſich zuofft auß dem Neſt zu ſteigen gewohne.

Nota. Wann man einer gemeinen Brut⸗Henne frembde Eyer/ als vonGaͤnſen/ Indianiſchen Huͤnern/ Endten oder Pfauen/ und derglei-chen unterlegen will/ ſolle die Meyerin dieſelbige allezeit ſieben oderneun Tag/ als der Henne eigene Eyer unterlegen/ nur die Phaſan-Eyer mag man mit den Zahmen zugleich unterlegen.

12. Die junge Kuͤchlein/ ſobalde ſie außgeloffen ſeynd/ ſolle die Meye-rin in einen alten Peitz oder dergleichen ſetzen/ damit ſie recht warm undtru-cken werden/ hernach kan ſie dieſelbe unter ein Sieb verſperren/ uUnd mit av-S ſaͤnfftiglich beraͤuchern laſſen/ ſo bekommen ſie den Pypsnicht ſo leichtlich.

8 8 Sie ſolle hnen die erſten zween Tag/ wan ſie außgeſchloffen/ nichtviel/ oder gar nicht zu eſſen geben/ ſondern einer andern Gluck⸗Henne/ welchenicht wilde oder boßhafftig iſt/ und ihre Hunlein gern warm behaͤlt/ ſo langzu geben/ biß daß die andern Eyer vollend außgebruͤtet/ und die uͤbrigenHüͤnlein außgeſchloffen ſeynd.

14. Es iſt aber auch beſſer/ wann man ſit einem Cappen giebt/ ſo baldeſie auß geſchloſten/ dann alſo werden ſie beſſer ernehret/ und fuͤr andern wil-den