Band 
Erste Abtheilung.
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692
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692 Diodor's historische Bibliothek.

konnten ja ihr Glück nicht, wie es Menschen ziemt, er-tragen.

V. 56. Kambyses war von Natur schon ein unban-diger und in seinen Sinnen verrückter Mensch; aber nochviel grausamer und übermüthiger machte ihn die Größe sei-ner Herrschaft.

V. 5/. Kambyses , der P e r se r, wußte nach der Ein-nahme von M em p h i s und Peinsium sein Glück n>chtwie es Menschen ziemt, zu ertragen. Er ließ das Grab desletzten Königs Amasis aufgraben. Da fand er im Sargeden Todten cinbalsamirt. Nun mißhandelte er die Leicheund that dem empfindungslosen Körper alle Schmach an. Zu-letzt befahl er, den Todten zu verbrennen. Weil nämlichdie Eingsbv! nen nicht gewohnt waren, die, Körper der Tod-ten dem Feuer zu übergeben, so glaubte er, auch auf dieseArt gegen den längst Verstorbenen seinen Hohn auslasten zukönnen.

I,. 2 . Als Kambyses. der König der Perser, ganz Ae-gyptcn unter seine Gewalt brachte, schickten ihm die Li-byer und Cyrenäer, welche mit den Aegyptern zu Feldegezogen waren, Geschenke, und versprachen, seinen Befehlenzu geborchen.

V. 5». Da Kambyses gegen Aethiopien ziehenwollte, schickte er einen Theil seines Heers gegen die Am-mvnier, und befahl den Anführern, den Orakelrempel zuplündern und zu verdrenncn, und Alle, die in der Nahedes Tempels wohnten zu Sklaoen zu machen.

8. „>, 1 . Pvlykrates, der Tyrann von Samos,schickte Dreiruder an die gelegensten Plätze aus und plun-