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Karl l. und John Hampden.
(3. Buch.
Volke, welche sich in Tumulten und Widersetzlichkeiten gegen alle Behör-den offenbarte, war die Antwort auf diesen Gewaltstreich. Die Schottenüberschritten die Grenze und verkündigten, ihr Zug gelte nicht dem Kö-nige, sondern dem Erzbischof von Canterbury, Land, überhaupt nur denPapisten. Des Königs Truppen wurden vereinzelt geschlagen; alleköniglichen Kassen waren jetzt erschöpft. Da berief Karl am 3. Novem-ber das fünfte Parlament, das lange, welches meist aus Presby-terianern bestand. Dieses trat sofort mit einer Hochverathsanklage gegenStrafford und Land auf (11. November), wodurch beide Staatsmännerauf das Blutgerüst kamen. Das Parlament war entschlossen, den Kampsmit dem Könige auszukämpfen; aber nur die Wenigsten dachten daran,daß der Sieg des Volkes mit einer Vertreibung des Königs verknüpft seinkönne. Den Verfassungsverletzungen Karl's folgten nun Schritt fürSchritt die Eingriffe des Parlaments in die königliche Gewalt. Wievorher das Parlament, so kämpfte von nun an der König »m seine ge-setzmäßigen Rechte; aber das Parlament mußte, dem Gebot der politi-schen Nothwendigkeit zu Liebe, alle Regierungsrechte an sich reißen, wolltees sich nicht dem Könige und der Rachsucht seiner Cavaliere überliefern.Der König suchte nun das Heer für sich zu gewinnen, allein das Par-lament kam ihm zuvor und nahm den Soldaten einen besonderen Eid ab.welcher des Königs Einfluß auf die Armee fast vernichtete. Daraufglaubte Karl l. in Schottland Schutz zu finden, wenn er den PreSbyte-rianern zu Gefallen recht fleißig die Predigten anhörte und den SchottenAemter und Gnaden verlieh. Allein ein Parlamentsausschuß, mit Hamp-den an der Spitze, begleitete den König und entdeckte seine Falschheit:der von Gnade überströmende Köbig sammelte nämlich in aller StilleAktenstücke, welche das Verderben seiner Feinde in beiden Königreichenherbeiführen sollten. Man kannte jetzt des Königs Gedanken und warauf der Hut.
Ein fürchterliches Blutbad, welches die Katholiken Irlands unterden Puritanern angerichtet hatten, wurde auf Karl's oder seiner Gemah-lin Rechnung gesetzt, obwohl Beide daran unschuldig waren. Das Par-lament meinte daher, bei der Einrichtung des Kriegsheercs und der Er-nennung der Befehlshaber, sein Wort dazugeben zu müssen und legte sichauch eine Wache zu seiner Sicherheit bei. Als der König ihm dieselbeentzog, erlaubte es jedem Mitgliede, sich einen bewaffneten Diener mit-zubringen. Am dritten Januar 1642 versuchte der König noch ein-mal, sich die verlorengegangenen Rechte wiederzugewinnen. Er schickteden Kronanwalt ins Unterhaus, um fünf Mitglieder desselben, darun-ter Hampden, Pym und Hollis des Hochverraths anzuklagen. DasParlament widersetzte sich aber der Verhaftung jener Fünf und als amfolgenden Tage der König selbst kam, entfernte man die bedrohten Mit-