4. Kap.)
Dritte Coalition gegen Frankreich.
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Viertes Kapitel.
Das Kaiserthum.
102. Dritte Coalition gegen Frankreich 1805. DieSchlacht bei Trafalgar (21.October1805). Nelson'sTod.Die Dreikaiserschlacht bei Austerlitz (2. December 1805-).Der Friede zu Preßburg s26.December 1805). Der Rhein-bund (12. Julil806). Ende des römisch-deutschen Kaiser-reichs (6. August 1806).
Während derZurüstungeu zur Kaiserkrömmg hatte Napoleon großekriegerische Vorbereitungen gegen England getroffen. Ein Heer von170,000 Mann unter Soult war bei Bonlogne versammelt; über 2000Fahrzeuge lagen zum Transporte über den Canal bereit. Vergebenshatte Nelson die Verbrennung der französischen Flotte versucht, vergebenssie zur Schlacht zu verlocken sich bemüht. Die Besorgniß der Engländervor einer Landung der Franzosen war aufs Höchste gestiegen. Da schicktePitt an alle europäischen Höfe Abgesandte, um dem Kaiser NapoleonFeinde zu erwecken. Rußland und Schweden liehen dieser Aufforderungwilliges Gehör; auch Oesterreich trat der Verbindung bei, obwohl Erz-herzog Karl sich diesem Vorhaben beharrlich widersetzte.
Kaum hatte Napoleon die Rüstungen Oesterreichs bemerkt, als erseinem bei Bonlogne versammlten Heere*) befahl, nach dem Rhein aufzu-brechen/ während österreichische Truppen unter dem Erzherzoge Ferdinandund dem Generale Mack bis Ulm vorrückten. Ehe es sich aber die Oester-reichs versahen, waren sie von dem schnellen Napoleon umzingelt, indem er,wider Vermuthen, eine Abtheilung durch das neutrale Ansbach geschickthatte. Mack wollte sich durch nichts von dem Glauben abbringen lassen,er habe es nur mit einem einzelnen französischen Corps zu thun, weshalbFerdinand ihm den Gehorsam kündigte und mit seiner Armee sich nachOesterreich durchschlug. Den verblendeten Mack erreichte die Nemesis nurzu bald, indem er am 17. Oktober 1805 mit 24,000 Mann bei Ulmdas Gewehr strecken mußte. Der Weg nach Wien war geöffnet, und am13. November zog der französische Kaiser daselbst ein. Der Rest derösterreichischen Hauptarmee hatte sich nach Mähren gezogen, und dort seineVereinigung mit den Russen bewerkstelligt. Der russische und österreichi-sche Kaiser waren selbst bei ihren Armeen, um sie durch ihre Gegenwart
") Der Kaiser nannte es „die große Armee."