Peter der Große.
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des zwölften Jahrhunderts ihrer fünfzig gewesen sein. bei deren innerenStreitigkeiten die Normannen oftmalig ihre Sprache und Sitte einbüßtenund Slaven wurden. Im Jahre 1l55 vereinigte Ge org Dolgorukidie Krim und die großfürstliche Würde mit seinen weitansgedehnten Be-sitzungen im Nordosteu Rußlands. Sein Sohn Andreas errichtete inWladimir ei» zweites Großfürstenthum, wodurch Rußland inzwet Reichezerfiel. Das südliche Rußland gerieth aber durch die Niederlage an derKalla (1224) unter mongolische Herrschaft und 1247 erlitt das Groß-fürstenthum Wladimir gleiches Schicksal. Die beginnende Cultur des Lan-des wurde dadurch vernichtet, und daS russische Volk auf der Bildungs-stufe asiatischer Nomadeuhorden festgehalten. Die Mongolen von Ostenund die Lithauer von Westen beschränkten jede sclbstständige Regung derRussen. Da drang Timur (1395), nach zwei Siegen über die goldeneHorde Kiptschak, nach Rußland vor und schwächte die Kraft des mon-golischen Reiches, von welchem sich bald mehrere Chanate trennten. Dieserinnere Zwiespalt der Mongolen dünkte dem Großfürsten von MoskauIwan III. Wasiljewitsch (1462 —1505) eine günstige Gelegenheit,die Fesseln der mongolischen Herrschaft abzuwerfen. Er führte diesen Ent-schluß mit Glück aus und machte das Chanat Kasan sogar zinspflichtig,vernichtete 1480 das Chanat Kaptschak, eroberte die reiche HansestadtNowgorod und trieb dann auch (1500) die Lithauer zurück. Voll Selbst-gefühl nahm er den Titel eines Selbstherrschers (Czar) von ganz Ruß-land an. Wiewohl Iwan die ersten Versuche zur Civilisation seiner Vol-ker unternahm und fremde Künstler und Handwerker ins Land rief, sofaßte dieser ohnehin spärlich ausgestreute Same doch nicht Wurzel, weildie hundertjährige Mongolenherrschaft das Volk in eine sittliche Eniedri-gung gebracht hatte, die nur durch dasselbe Mittel der d e s P o tisch enHerrschaft wieder verwischt werden konnte. Der Adel war im Besitz fastalles angebauten Landes, der Bauer leibeigen, der Bürger ohne denSchutz des Gesetzes, unter welchem erst Handel, Gewerbe und Wohlstandblühen. Die Geistlichkeit, deren Patriarch sich nach Moskau überge-siedelt hatte, stand im höchsten Ansehen; sie beförderte den Aberglauben»nd war, selbst roh und unwissend, nicht im Stande für die Bildung desVolks zu arbeiten. Was also in Rußland für die Civilisation gethan wurde,konnte nur von dem Czaren ausgehen, der indeß durch die Bojaren,wie durch dieGeistliche n, vielfach in seinen Bestrebungen gehemmt wurde.Die Ersteren mußten daher ebenfalls unterworfen und von der Gnade desCzaren abhängig gemacht werden, der. seinerseits in den Russen den Drangder Ausbreitung nach Westen, woher ihnen allein Bildung kommen konnte,nähren mußte. Jw an IV., der Schreckliche (1534—1584). errichtetezu diesem Zwecke ein stehendes Heer, die Stret itzen oder Schützen, eineMacht, die, seinen Befehlen gehorsam, in jedem Augenblicke den Trotz der