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Bonaparte's Feldzüge in Italien.
j4. Buch.
Jetzt beginnt jene Reihe heroischer Tage und kluger Bewegungen,welche der „kleine Korporal" an der Spitze einer ruhmbegierigen und frei-heitsliebenden Armee machte, und die der französische Soldat damals denFeldzug der fünf Tage nannte. Bonaparte schlug zuerst den rechten öster-reichischen Flügel unter Quasdanowich, und dann das Hauptheer unterWurmser bei Castiglione (den 5. August), wo Augereau den Ehren-preis davontrug. Die Oesterreich«! gingen bis Trient zurück und gabenMantua wieder Preis. Indessen fühlte sich Wurmser schon nach wenigenWochen wieder stark genug, die Offensive zu ergreifen, um Mantua zuretten. Bonaparte durchschaute ihn aber und ging bis Noveredo vor,wo er am 14. September eine österreichische Abtheilung schlug und Wurm-sern von Tyrol abschnitt. Dann marschirte er diesem selbst entgegen undtraf ihn am 8. September bei B a ssa no, wo die Oesterreicher einen un-geheuern Verlust erlitten. Wurmser schlug sich bis Mantua glücklich durchund wurde am 11. Oktober in die Festung eingeschlossen.
Durch jene kühne Bewegung nach Trient hatte Bonaparte gehofft,sich mit den in Deutschland operireudcn Heeren Jourdan's und Morean'szu vereinigen. Allein hier erfuhr er den unglücklichen Ausgang dieser Ar-mee. Der tapfere Erzherzog Karl von Oesterreich hatte sich aufJourdan geworfen und ihm zwei bedeutende Niederlagen bei Amberg(24. August) und bei Würzburg (3. September) beigebracht. Jour-dan eilte in rastloser Flucht nach dem Rhcine, woraus Karl mit seinerganzen Macht auf Moreau stürzte und diesen zwang, sich aus Baiern undSchwaben über den Rhein zurückzuziehen. Ohne Schlacht und ohne be-deutende Verluste unternahm dieser Feldherr einen Rückzug von fast acht-zig Meilen durch feindliches Gebiet und erreichte wohlbehalten den hei-mathlichen Boden wieder.
Das Zusammenwirken jener drei französischen Armeen war zerstörtund Bonaparte mußte allein wagen, was ursprünglich die Ausgabe allerdrei Heere gewesen war. Daß er sie vollbrachte, vergrößerte seinen Ruhmnoch mehr.
Um Mantua zu retten, sandte Kaiser Franz den General Alvinzimit einem Heere nach Italien. Nach einigen für die Oesterreicher glück-lichen Gefechten kam es zu der Hauptschlacht bei Arcole. Drei Tagedauerte dieser mörderische Kampf (15. bis 17. November), in welcher dieKühnheit der Franzosen die tapfere Armee Alvinzi's besiegte. Das DorfArcole liegt in einer sumpfigen Ebene am Alpon, unweit des Zusammen-flusses mit der Etsch. Die über den Alpon führende Brücke war von denOesterreichern besetzt, welche den Franzosen muthig Widerstand leistete».Vergebens stellten sich die französischen Generale an die Spitze der Kolon-nen. Sie wurden fast Alle verwundet, mehrere Adjutanten Bonaparte's ge-tödtet. Da ergreift dieser selbst eine Fahne und stürzt mit dem Ruft: