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Schlacht von Waterloo.
s4. Buch.
lington, dessen Nachhut sich am 17. noch bei Gemappe geschlagen hatte, sahjetzt durch die fürchterliche Wirkung des französischen Geschützes manchesseiner Bataillone auf hundert Mann zusammenschmelzen. Er verdeckteseine Blößen so gut es ging, ritt, wenn es irgendwo stockte, durch die Reihenim dichtesten Kugelregen, und verzog keine Miene der Furcht, noch ließ er einWort der Ungeduld über Blücher's Zögern fallen. Zwar hatte er schonden Mayerhof La Hayesainte nnd das Wäldchen Hougemont demFeinde überlassen. Die Straße nach Brüssel bedeckte sich mit Flücht-lingen aus seinem Heere. Napoleon sandte Siegesbotcn nach Paris. Abernun spannte Wellington alle Kräfte an und setzte den Fortschritten desFeindes Schranken. Er hoffte auf Blücher und sein unerschütterlichesVertrauen täuschte ihn nicht.
Kaum war die preußische Vorhut aus St. Lambert heraus, alsNapoleon sie bemerkte; aber er glaubte nicht, daß die ganze preußischeArmee heranzöge. Blücher ließ nun zwei Brigaden mit der Bülow'schenReiterei unter dem Pinzen Wilhelm von Preußen zum Angriffe schreiten,um das Dorf Plancenois zu gewinnen. Dann ließ er schon von fernseine Kanonen donnern, um Wellington das Zeichen seiner Annäherungzu geben. Alle Truppentheile sollten ihre Richtung gerade auf die Höhenvon Belle Alliance nehmen, deren Gebäude über die ganze Gegend sicht-bar emporragten. Der General Müffling, der sich preußischer Seits imHauptquartier Wellingtons befand und zwischen beiden Heerführerndas Zusammenwirken thätig beförderte, erwartete aus dem linken Flügeldie Preuße», um ihnen die Stellungen zu bezeichnen. Endlich zeigtensich hier die Ziethen'schen Truppen und Wellington ließ sechs Regimenterenglischer Reiterei von seinem linken Flügel nach der hart bedrängtenMitte der englischen Schlachtordnung aufbrechen. Napoleon hatte daskaum bemerkt, als er den linken Flügel Wellingtons mit überlegener Machtangriff und sich in den Raum schob, welcher die beiden verbündeten Heerenoch trennte. Das war 7 Uhr Abends. Da erscheint Ziethcn an derSpitze seiner ersten Brigade, mit der ganzen Reiterei und dem Geschützeseines Heerestheiles, und nimmt Papellote. Napoleon, der immer neueMassen Preußen herankommen sieht, sendet, freilich zu spät, an GrouchyEilboten, befiehlt der jüngern Garde, Plancenois zu halten undläßt zwölf Bataillone alter Garde zur Durchbrechung des englischenEentrums los. So rückte diese Kerntruppe, von Ney geführt,festen Schrittes, das Gewehr im Arme, ohne einen Schuß zu thun,vor, während zugleich die ganze französische Linie überall zu neuemAngriffe übergeht. Wellington stellt dem Angriffe der Garde sechs Ba-taillone entgegen und läßt alles Geschütz seine Wirkungen gegen jeneMasse richten. Allein die Garde wankt nicht; ganze Schaaren werdenniedergeworfen, sie aber marschirt unaufhaltsam vorwärts. Die Englän-