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5. Kap.) Friedrich Wilhelm III. und Kaiser Franz l.
denburg, Kvburg und Hamburg wurden mit einigen Vergrößerungen unddie ersteren beiden, nebst Mecklenburg, mit dem großherzoglichen Titelbedacht.
Die Ergebnisse des Congreffes. dessen Beschlüsse seitdem die Grund-lage des europäischen Staatenrechts gebildet, allerdings aber bereits ineinigen wichtigen Punkten, namentlich in Betreff der Niederlande undPolens, Aenderungen erfahren haben, entsprachen freilich den zum Theilhochgespannten Erwartungen nur in sehr beschränktem Maaße, woraussür die nächste Zeit vielfache Verstimmungen erwuchsen. Indeß hat einunbefangenes und besonnenes Urtheil anerkennen müssen, daß geleistetwurde, was unter den einmal gegebenen Verhältnissen immer noch dasBestmögliche war, daß Manches, das eine in politischen Dingen noch sehrunklare Zeit, welche noch sehr ernste politische Schulen durchmachen sollte,gewünscht und erstrebt hatte, nicht zum Heile gereicht haben würde, auchwenn es möglich gewesen wäre, während Anderes, dessen Erreichung manhätte wünschen mögen, nicht zu erlangen war, ohne Alles wieder aufs Spielzu setzen. Auch waren dem Congresse zum Theil durch frühere Vorgängeund Verträge, durch schon erfolgte Entscheidungen und vollendete That-sachen die Hände gebunden, und seinen Entschließungen mehrfach vorge-griffen worden.
Mit seiner Beendigung und mit dem zweiten Pariser Frieden bracheine neue Zeit für Europa an. Die Fragen der auswärtigen Politik tratenvor denen der Innern, und vor der allgemeinen geistigen Bewegung zurück.Aber die Fragen der innern Politik und die Wechselwirkung, in der siemit der geistigen Bewegung der europäischen Menschheit standen, nahmeneinen weltbürgerlichen Charakter an und die Vorgänge im Innern deseinen Staats wirkten auf alle andern nach. In Folge davon nahm dieauswärtige Politik, während ihre Thätigkeit eher zu - als abnahm, docheinen ganz andern Charakter an, als den sie im vorhergehenden Jahr-hunderte getragen hatte. Man kämpfte um Einfluß, aber nicht mehr umHerrschaft; man bemühte sich, die innere Ruhe und den äußern FriedenEuropas zu erhalte», und wendete zu diesem Ende auch kriegerische Mittel au;aber man führte keine Staatenkriege und ging nicht mehr aus Eroberungenaus. Dabei stellte sich das Uebergewicht der großen Mächte immer stärkerhervor, und die Staaten des zweiten und dritten Ranges traten zurückauf dem politischen Schauplatze, fanden aber noch immer den Schutz ihresunabhängigen und selbstständigen Lebens in den innern Gegensätzen, diesich inmitten der Pentarchie ergaben. Die politische Bewegung derZeit bethätigte sich aber vornehmlich in den innern Verfaffungskämpfen,welche bald im ruhigen parlamentarischen Wege, unterstützt durch die stei-gende Macht der Presse, bald im Wege der Revolution, der gemeiniglicheme Reaction aus dem Fuße folgte, gefochten wurden, und oft ein interve-