446 VIl. Kleinere deutsche Staaten. (Tabellen.
Sonnenstein. Chausseebauten. Reform des Postwesens. Auf-schwung des sächsischen Fabrikwesens.
1812 Theilnahme von 21,600 Sachsen am russischen Feldzuge, theilsunter Reynier bei Schwarzenberg's Corps, theils bei Napoleon.
1813 Reise des Königs nach Regensburg und Prag, um eine Allianzmit Oesterreich abzuschließen. Schlacht bei Lützcn. Napoleon ladetden König zur Rückkehr ein, mit der Drohung, sonst Sachsenfeindlich zu behandeln. Neuer Bund mit den Franzosen, welcheTorgau besetzen. Sachsen in der Schlacht bei Bautzen. Währenddes Waffenstillstands ist Sachsen das Cantonnement der Fran-zosen, nachher aber der Hauptkriegsschanplatz. Sachsen in denSchlachten von Großbeeren, Dennewitz, Dresden und Leipzig.Gefangennahme des Königs. Provisorische Verwaltung Sachsensunter Repnin. Kriegsstenern.
1814 Sachsen rüstet 48,000 Mann, welche unter dem Befehl des Her-zogs von Weimar in den Niederlanden fechten. Preußen erhält dasGeneralgouvernement über Sachsen (8. November) vom Congreßzu Wien. Preußen fordert ganz Sachsen, dessen König am Rhein ent-schädigt werden soll. Protest des Königs dagegen von Preßburg aus.
1815 Friede zu Wien (18. Mai). Der König tritt 373 Quadrat-Meilen mit 845,000 Einwohnern an Preußen ab, welche zu derProvinz Sachse» und Schlesien geschlagen werde». Theilnahmevon 13,600 Sachsen am Kriege gegen Napoleon. Sachsen er-HLltvonder französischenKriegsstencr6,804,146 Franken. Großedes Staats: 227'/z Quadrat-Meilen 1,400,000 Einwohner.
4) Sächsische Herzöge der ernestinischen Linie.
1547 — 1554 Johann Friedrich der Großmüthige inWeimar, Stifter der Universität Jena (1548), dessen Söhne
1566 Johann Friedrich II. der Mittlere und Johann Wil-helm einen Theilungsvergleich schließen: Johann Friedrichwählt Thüringen (Gotha und Weimar), Johann Wil-helm Franken und die osterländischen Besitzungen (Kobnrg).
1567 Johann Friedrich fällt in die Reichsacht. Seine Söhne Jo-hann C a s i in i r und IohannErnst schließen zu Erfurt mitihrem Oheim von Kobnrg einen neuen Thcilnngsvergleich. Sieselbst erhalten die Koburg-Gotha-Eisenach'schen Besitzungen, Jo-hann Wilhelm nimmt die Aemter Weimar, Jena, Altenburg,Saalfeld u. m. a. und ist Stifter der neu-weimar'schen Linie.
1573 Johann Wilhelm stirbt. Seine Söhne Friedrich Wilhelm und