Band 
(1815 - 1854)
Entstehung
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197
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2. Kap.)

Die Königin Victoria.

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weitgreifenden, selbstbewußten, politischen Wirken im human - christlichenGebiet wenig auszuweisen. Bei uns erstreckt sich die Thätigkeit der prakti-schen Kirchlichkeit nur auf einen engen Kreis und wir wüßten nur zweiMenschen, die wir Wilberforce und Buxton an die Seite setzten könnten:den würdigen Pfarrer Oberlin aus dem Steinthale, und den Schöpferder inneren Mission für die verwahrlosten Kinder und die Sträflinge,Dr. Wichern in Hamburg.

20 . England von 1834—1840. Die Königin Victoria(1837). O'Counor und die Chartisten. Die auswärtigePolitikEnglands. Die Quadrn pelallianzzwischen Eng-land, Frankreich, Span ien und Portugal zu Gunsten derChristines und Pedristen (22. April 1834). Die Konfe-renzen der drei nordischen Mächte zu Münchengrätz,Töplitz und Kalisch (1835).

Das Ministerium Wellington-Peel ersah gleich aus der Wahldes Schotten Abercromby zum Sprecher des Unterhauses, und auseinem die Auflösung des Parlaments tadelnden Amendement zur Adresseauf die Thronrede (25. Februar 1835), daß es sich nicht lange haltenwürde. Einige Fehler in der auswärtigen Politik, namentlich eine gewisseHinneigung zu den östlichen Mächten, beschleunigten seinen Sturz. Am8. April dankte es ab, nachdem das Parlament erklärt hatte, keine irischeZehntenbill anzunehmen, worin nicht der Grundsatz der Approbations-clausel anerkannt sei.

Das Whigministerium Melbourne trat, mit Ausnahme Broug-ham's, wieder einund ernannte den menschenfreundlichen Lord Mul-grave zum Lordlieutenant von Irland, welcher sich daselbst allgemeineAchtung erwarb. Das Gemeindewesen wurde durch Nussell's Bill vom5. Juni (am 7. September bestätigt) geordnet und an die Stelle dersich selbst ergänzenden Korporationen in 183 englischen Städten eine Ver-waltung durch selbstgewählte einjährige Communalvertreter eingeführt.

Als König Wilhelm IV. starb (20. Juni 1837), folgte ihm seinein den Whiggrundsätzen erzogene Nichte, Victoria, geboren 24. Mai1819, welche sich 1840 mit dem Prinzen Albert von Sachsen-Koburgvermählte. Daß der Tod des Königs keinen Wechsel im Regierungssy-stem herbeiführte, trug, abgesehen von der natürlichen Ehrfurcht der Eng-länder vor der königlichen Würde, wesentlich zu jener schwärmerischen Ver-ehrung bei, welche Victoria in den ersten Jahren ihrer Regierung genoßund noch genießt.

Die Krönungsfeierlichkeit (28. Juni 1838) wurde glänzend began-gen, obschon hier und da noch Misverguügen über die Erhöhung der Ci-