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Baldomero Espartero.
(2. Kap.
rilla, entsetzten nämlich die verdienten Generäle der gemäßigten Partei:Zariateguy, Elio, Villareal, Gomez und Andere, und ernannten denunfähigen Guerguö, welcher sich selbst als „Dummkopf und Finsterling"bezeichnete, zum Oberbefehlshaber. Als dieser aber von Espartero mehr-mals geschlagen ward, mußte Don Carlos den General Maroto, einender Gemäßigten, an die Spitze stellen (25. Juni 1838). Hauptsächlichtrug zu diesem Sinneswechsel des „Königs" der Erzbischof Chrillo von Cubabei, welcher auf einer Reise durch Europa gefunden hatte, daß die Ansich-ten der absoluten Höfe sich mehr den Gemäßigten, als den Apostolischenzuneigten. Die Apostolischen waren so unklug, sich gegen den Willen ihrerhohen Beschützer, die Don Carlos mit Officieren und sechs MillionenThalern unterstützt hatten, behaupten zu wollen, und zettelten eine Ver-schwörung gegen Maroto an. Dieser kam jedoch dem Complot auf dieSpur und ließ eigenmächtig die Generäle Guergue, Garcia, Ganz undCarmona zu Estella erschießen (18. Februar 1839). Don Carlos ent-setzte zwar Maroto des Oberbefehls und erklärte ihn für einen Verräther,widerrief aber schon am 24. Februar seine Aeußerungen, als fast seinganzes Heer zu Maroto überging. Die bedeutendsten Apostolischen muß-ten in die Verbannung wandern, während die verhafteten Generäle dergemäßigten Partei ihre Freiheit erhielten.
Dieses Ereigniß öffnete den absoluten Höfen die Augen über dieUnfähigkeit und Charakterlosigkeit des Don Carlos. Sie zogen sich vonihm zurück und empfingen den christinischen Abgesandten Marliani mitmehr Zuvorkommenheit. Auch in Frankreich trat mit Soult's Ministe-rium eine Aenderung der Politik ein (Mai 1839); England und Frank-reich näherten sich einander wieder und betrieben die endliche Erledigungder spanischen Sache mit größerem Eifer.
Maroto's eigenmächtiges Verfahren hatte auch die Zwietracht imInnern der carlistischen Provinzen vergrößert. Die Basken, welche blosfür ihre Fueros die Waffen ergriffen hatten, sehnten sich nach Frieden undMunagorri erhob zuerst das Feldgeschrei: „Friede und Freiheiten."Da die Basken einsahen, daß Don Carlos ihre Freiheiten auch nichtverbürgen könne, knüpften sie mit Espartero Unterhandlungen an,in welchen sie sich erboten, die Waffen niederzulegen, wenn man ihreFreiheiten sicherstelle. Espartero machte ihnen die besten Hoffnungen undsandte Eugenio Avinareta ins carlistische Lager, um für Christinen zuwirken. Maroto, welcher sehr wohl fühlte, daß der „König" es nicht gutmit ihm meinen könne, und die erste Gelegenheit ergreifen würde, um ihnzu verderben, beschloß, Dem zuvorzukommen, und knüpfte ebenfalls mitEspartero Unterhandlungen an, die im Vertrage von Vergara (3. Au-gust 1839) ihren Abschluß erhielten. Maroto ging mit achtzehn und einemhalben Bataillonen und fünf Schwadronen zu den Christines über. Den