4. Kap.j
Rede Louis Bonaparte's.
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derte: „Die Stimme der Nation und der Eid, den ich soeben geleistethabe, zeichnen mir mein künftiges Benehmen vor. Meine Pflichten sindmir vorgeschrieben, ich werde fie als Ehrenmann erfüllen. Ich werdeFeinde des Vaterlandes in allen Denen sehen, die da suchen möchten,durch ungesetzliche Mittel Das zu ändern, was ganz Frankreich eingesetzthat. Zwischen mir und Ihnen, Bürger-Deputirte, kann es keine wirk-lichen Meinungsverschiedenheiten geben. Unser Wille, unsere Wünschesind dieselben. Ich will, wie Sie, die Staatsgesellschast wieder in ihrenGrundlagen sicherstellen, die demokratischen Institutionen befestigen undAlles aufbieten, um die Leiden dieses hochherzigen und verständigen Volkszu lindern, das mir einen so glänzenden Beweis seines Zutrauens gege-ben hat. Die Majorität, die ich erhalten habe, erfüllt mich nicht nurmit Erkenntlichkeit, sondern fie wird auch der neuen Regierung die mora-lische Kraft geben, ohne die keine Autorität bestehen kann. Mit demFrieden und der Ordnung wird sich unser Vaterland wieder aufrichten,seine Wunden heilen, die Verirrten auf den rechten Weg zurückleiten, unddie Leidenschaften beschwichtigen. Beseelt von dem Geist der Verständi-gung und Versöhnung, habe ich redliche, fähige und dem Land ergebeneMänner zu mir berufen und bin überzeugt, daß sie, trotz der Verschie-denheit ihres politischen Ursprungs, darin übereinstimmen werden, mitIhnen zur Ausbildung der Verfassung, zur Verbesserung derGesetze, und zum Ruhme der Republik zusammenzuwirken. Die neueVerwaltung muß bei ihrem Eintritt in die Geschäfte ihrer Vorgängerinfür die Bemühungen danken, die sie angewendet hat, um die Staatsge-walt ungefährdet abzugeben und die öffentliche Ruhe zu erhalten. DasVerhalten des ehrenhaften Generals Cavaignac war der Biederkeit seinesCharakters und des Pflichtgefühls würdig, das die erste Eigenschaft einesStaatsoberhauptes ist. Bürger-Deputirte! Wir haben eine große Auf-gabe zu erfüllen; es ist die, eine Republik im Interesse Aller und einegerechte, feste Regierung, beseelt von der aufrichtigen Liebe für den Fort-schritt zu gründen, ohne reactionär oder utopistisch zu sein. Seien wirdie Männer des Landes, nicht die einer Partei, so werden wir mitGottes Hilfe wenigstens das Gute thun, wenn wir nichts Großesthun können." Daraus umarmte er Cavaignac mit den Worten: „Ichbin stolz darauf, der Nachfolger eines Mannes wie Sie zu sein."
Napoleons Wahl war eine großartige Demonstration gegen die Re-publik, welche die Bürger und Bauern der Departements gegen dieTyrannei der Hauptstadt, gegen die Centralisation der Verwaltung mach-ten. Man wählte einen dynastischen Erben, und ermunterte ihn, eineneue Dynastie zu gründen. War dies jener geheimnißvolle Jnstinct, derden Völkern im letzten entscheidenden Augenblick das Rechte, das Pas-