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(1815 - 1854)
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Ende des ungarischen Krieges.

s4. Kap.

beweisen scheint. In Betreff der auf osmanisches Gebiet geflüchtet«,Polen und Ungarn, die meist zum Islam übertraten, entstanden sehr ernst-liche Differenzen zwischen Rußland und Oesterreich einerseits und derPforte andererseits, Differenzen, die ohne die kräftige Unterstützung,welche England und Frankreich dem Sultan gewährten, wohl schon da-mals zum Kriege mit der Türkei geführt hätten. Die Pforte versagte dieAuslieferung der Flüchtlinge, welche das Gastrecht in Anspruch genommen,als dem Koran zuwider, versetzte aber dieselben am 3. November nachSchumla und nach der Convention vom 31. December nach Aleppo undKiutahia (15. Februar 1850). Die nicht zum Islam Uebergetretenen,darunter Kofsuth, wurden am 9. September 1851 freigelassen und vonder amerikanischen Dampffregatte Mississippi nach England und Amerikageführt. Bem starb 1850 in Aleppo; Guyon (Churschid Pascha) befeh-ligt gegenwärtig die anatolische Armee.

56. Ende des Frankfurter Reichstags. Die Bewegungenund Aufstände zum Schutz der Reichsverfassung, vor-nehmlich in der Pfalz, Baden und Dresden.

Kaum war die Wahl des Königs von Preußen zum deutschen Kaiserbekannt, als die österreichische Regierung ihre Abgeordneten zurückrief(5. April). Der Erzherzog Johann legte seine Würde als Reichsverwe-ser nieder und erklärte, dieselbe nur provisorisch fortführen zu wollen.Die deutschen Kammern drängten ihre Regierungen zur Annahme derReichsverfaffung. Preußen und Bayern, Hannover und Sachsen löste»daher die Kammern auf, um in der deutschen Frage freie Hand zu haben.Nun begann die Agitation für die Reichsverfaffung, welche von den De-mokraten als letzter und einziger Hoffnungsanker zur Rettung der märz-lichen Freiheiten, von den konstitutionellen als das unter Umständen besteWerk zur Einigung Deutschlands, von den Ruheliebenden als ein Mittel,Ordnung, Friede und Versöhnung zu stiften, angesehen wurde. DieFrankfurter Nationalversammlung fühlte, daß Alles aus ihre Haltungankam und mußte sich ihre Stellung in der Gegenwart klar machen. Dadie Ständekammern aufgelöst waren und sie eines wichtigen Rückhaltsentbehrte, gab es nur zwei Wege, das von ihr beschlossene Werk durch-zusetzen. Entweder aufrichtige und volle Vereinbarung mit den Regie-rungen oder aufrichtige, rückhaltlose Revolution. Das letzte Mittel zuergreifen, war, abgesehen von der moralischen Seite, weder gerathen,noch die Mehrzahl der Centren und der Linken dazu entschlossen. Gegendie aufrichtige Vereinbarung mit den Regierungen sträubte sich der Stolzder Frankfurter, die sich ein Jahr lang als souveraine Gesetzgeber gebehr-det hatten. Die preußische Regierung erkannte, daß der letztere Weg der