Band 
Erster Band.
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ich, dafs die Stadt von einem feindlichen Korps ein-geschlossen ist, und bald erscheint auch ein östrei-chischer Parlamentaire, mich zur Uebergabe aufzu-fordern. Zum Glücke verliefs mich meine Geistesge-genwart nicht; ich vermuthete, dafs diefs blofs einesvon Quasdanovich’s Detachements seyn könne, die denAbend nach dem Gefechte von Lonato abgeschnittenworden waren. Meine Verlegenheit war darum nochnicht weniger dringend: Verwegenheit mufste helfen.Ich brachte gegen den feindlichen General so viele Dro-hungen vor, und liel's das Wort „Erschiefsen” so ganzzur rechten Zeit fallen, dafs er sich beeilte, mit zwey-tausend Mann und vier Kanonen das Gewehr zu strecken.

Es scheint, dafs dieses Korps Quasdanovich’s Vor-hut war, und dafs es sich, auf Erkundung ausgeschickt,um die Vereinigung mit Wurmser zu bezwecken, mitSt. Hilaire’s und Sauret’s Kolonnen gekreuzt hat. Nochmufs hiebey bemerkt werden, dafs in dem Augenbli-cke, wo es auf diese Art auf mein Hauptquartier sticfs,das Lager von Gavardo durch unsre Truppen ebensounversehens angegriffen wurde. Hier kann man se-hen , welche Verschiedenheit in den Folgen der Cha-rakter eines Mannes herbeyführen kann; der Ueber-fall von Gavardo zog die Flucht eines zwölf- bis fünf-zehntausend Mann starken östreichisehen Korps, dasuns noch eben bedroht hatte, nach sich, während derUeberfall meines Hauptquartiers uns mehr Gefangeneeintrug, als wir Vertheidiger darin waren.

Das Gefecht, das der ganzen Operation den Aus-schlag geben sollte, fand den fünften statt. Wurm-ser, der von seinem Steckenpferde,' dem Detachiren,nicht abkommeu konnte, hatte ein Detachement in derRichtung des Nieder-Po’s vorgeschoben, und ein an-deres zur Blokirung von Peschiera zurückgelassen.