Band 
Erster Band.
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Entschlufs gefafst — in Gemäfsheit des, nach, dem mitPiemont abgeschlossenen Frieden, dem Direktoriumvon mir gemachten Vorschlags — in’s Herz von Tyrolvorzudringen, um die beabsichtigte Verbindung derRhein-Armee mit der meinigen zu erleichtern.

Ermuthigt durch meine Erfolge und durch jene,welche der Rhein- und Sambre- und Maas-Armee bey 1 * * 4Eröffnung des Feldzugs zu Theil geworden, hatte dasDirektorium den Plan, der Ludwig XIV. und dem Kur-fürsten von Bayern im Jahr 1703 so übel bekom-men war, wieder aufgefafst. Der des Direktoriumswar viel riesenhafter, weil zu jener frühem EpocheBayern sich mit Frankreich in enger Verbindung be-fand, und weil die verbündeten Truppen sich damalsnicht über das linke Donau-Ufer bis Bamberg aus-dehnten, wie diefs heut zu Tage auf eine so dummeWeise geschah. Wenn auch die Franzosen unter Lud-wig XIV. durch den muthigen Kurfürsten Karl Theo-dor und durch seine tapfern Truppen unterstützt wa-ren, so hatten sie es dagegen mit dem Prinzen-Eugenvon Savoyen und mit Marlborough zu thun, undDeutschlands Armeen waren blofs Hülfs-Truppen 5 eindoppelter Grund, ihre Unfälle entschuldbarer zu ma-chen, als die, denen man sich zu Ende des Jahres17.96 aussetzte.

Um den Plan des Direktoriums auszuführen, rücktJourdan anfänglich von Düsseldorf und Neuwied an

1) Jener —• Vendöme zur Ausführung anvertraute Plan glückte

nicht, weil nach ihm die französisch-bayrische Armee sich vonMünchen auf den Brenner zu begeben hatte, während Ven.dorne blofs mit dem linken Flügel der französischen Armee,

die sich bey Mantua befand, im Besitze dieser Stadt und mit

dem Herzoge verbündet war, nach Trient varrücken sollte.