darauf, fromme Wünsche und Gehete für den glückli-chen Fortgang eines so gerechten Krieges zum Himmelzu schicken. Einige Prinzen, aus Furcht, sie möchtenihre Privilegien verlieren, giengen weiter; der Konue-tabel Kolonna errichtete ein Infanterie - Regiment, einReiter-Regiment hot der Fürst Gustiniani an. Alleinzur Bildung einer Armee war nichts vorhanden; kaumbrachte man achttausend Mann auf die Beine. Jedochschmeichelte man sich, Neapel würde dreyfsigtausendMann herbeyschalfen.
Inzwischen gelang es dem Ritter Azzara, indemer Spaniens Vermittlung geltend machte, den Ausbruchhinauszuschieben; er leistete in diesen schwierigenUmständen ganz ausgezeichnete Dienste. FrankreichsAbgesandter, Cacauit, trug seinerseits durch seine un-störbare Fassung auch dazu bey, einen öffentlichenBruch zu vermeiden, der zu jener Zeit die traurig-sten Folgen für uns haben konnte.
Endlich wurden diese Besorgnisse durch den amIC- Oktober zu Paris Unterzeichneten Definitiv - Ver-trag. zwischen der französischen Republik und demHofe beyder Sicilien glücklich gehoben. Die Bedin-gungen desselben waren im Vergleiche mit den demPapste und Piemont auferlegten, sehr milde. Es kanndiese Mäfsigung ohne Zweifel der grofsen Entfernungdes Königreichs Neapel, der Schwierigkeit, den Kriegdahin zu verlegen, vorzüglich aber dem dringendenBedürfnisse, sich eines Feindes zu entledigen, dessenArmee allein der meinigen der Zahl nach überlegenwar, zugeschrieben werden. Dauerte der Krieg fort,so konnten die Neapolitaner Rom unterstützen , sichmit dessen Truppen verstärken, mit der englischenDi vision in Korsika in’s Einverständnifs treten , mitmehr als vierzigtausend Mann his an den Po vorrü-