Band 
Erster Band.
Seite
151
JPEG-Download
 

151

/

erst am 23. vor Mantua wurde eintreffen können, unddemnach Wurmsei' veranlafst, erst an diesem Tageeinen Ansfall zu machen. Da aber die Sache nichtso gegangen war, wie es die Feinde gehofft hatten,so geschah es, dafs Kilmaine schon wieder vor derFestung angelangt war. Dadurch wurde es dem BIo-kade-Korps ein Leichtes, die Belagerten zurückzu-treiben.

Es waren diese Ereignisse um so glücklicher, alsdagegen die Armeen in Deutschland bis an den Rheinzurückgedrängt waren. Ich habe es schon gesagt, dafsder Erzherzog Karl sehr klug daran gethau hatte,seine Hauptmacht auf Jourdan zu werfen ; denn erkonnte versichert seyn, dafs, wenn er ihn in Frankenschlüge, er ihn auch nach Maynz znriicktreiben undMoreau, der Bis nach München vorgerückt war, ingrofse Verlegenheit setzen würde. Der Erfolg warunfehlbar, und wenn der Erzherzog nach der Schlachtvon Würzburg, welche er den 3. Sept. gewann, sichauf Moreau’s Kommunikations - Linie warf, indem erdie Ueberreste Jourdans nur durch zwanzigtausend Mannverfolgen liefs, so war es um die Rhein-Armee gesche-hen. So aber bewerkstelligte Moreau , nur wenig be-unruhigt, seinen Rückzug in aller Ordnung , währendder Erzherzog in Eile an die Lahn zog.

Unsere Armeen kehrten zur Vertbeidigung von Kehlund Düsseldorf zurück; der Erzherzog zog seine ganzeMacht am Oberrhein zusammen, um Kehl wieder zunehmen, das Moreau und Desaix bis in die Hälfte desJanuars wundervoll verthekligten.

Das Mifsgeschick aufs Höchste zu bringen, löstedas Direktorium Jourdan durch Beurnonville ab. Esstand dieser General in der That weit unter seinemVorgänger. Obgleich durch zwanzigtausend Mann vor-