Band 
Erster Band.
Seite
169
JPEG-Download
 

zigtausend zur Besetzung der festen Plätze und zueBeobachtung des mittäglichen Italiens zurücklassen.Mit dem übrigen 1 Theile meiner Macht bewegte ichmich vorwärts. Um mich zu unterstützen, ertheiltedas Direktorium an Moreau den Befehl, hey Kehl wie-der über den Rhein zu gehen , während Iloche, nach-dem er die Sambre- und Maas-Armee neu organisirthätte, wieder gegen den Mayn vorrücken sollte.

D as Wiener - Ilabinet hatte die gleiche Ansichtmit uns gehabt, den Kriegsschauplatz nach Italien zuverlegen ; allein erst nach der Einnahme Kehls durchden Erzherzog Karl und nach Alvinzi’s Niederlageführte es sie aus. Also erst in der Milte Januarsbrach dieser durch einen gelehrten Feldzug berühmtgewordene Prinz mit drey auserlesenen Divisionenüber Tyrol gegen mich auf, und stellte mir einen mei-ner würdigen Gegner entgegen.

Hatten auch die so eben erwähnten Ereignisse un-sere Lage eben so fest und dauerhaft gemacht, als sievorher gewagt und schwankend war, so ist denn dochzu bemerken, dafs der König von Sardinien, so langeer nicht unser Bundesgenosse war, bey dem geringstenUnfälle für uns unser Feind werden konnte. Oft hatteich dem Direktorium angelegen, ihm die griifsten Vor-theile anzubieten, um ihn zu einem Offensiv- und De-fensiv - Bündnisse mit uns zu bewegen. Ich nahm esauf mich, ein solches den 16. Februar zu Bologna mitdem Grafen Balbo zu unterzeichnen ; allein das Direk-torium, eifersüchtig auf seine Vorrechte, genehmigtees nicht und beauftragte den General Clarke, der sichdamals zu Turin befand, mit der weitern Führung die-ses Geschäftes. Aber erst den 8- April wurde es mitdem Minister Damian von Priocca beendigt , zu einerZeit, wo der Waffenstillstand von Leoben es unnütz