x?8
dem Erzherzoge über Laybaeh gefolgt; um unsernMarsch in der Flanke zu sichern, schickte er Streiferbis Triest vor, die sich zugleich der Hülfsmittel dieserblühenden Stadt bemächtigen und Ungarn imponirensollten.
Der Erzherzog, welcher von Laybach über Kla-genfurth nach St. Veit marschirt war, erhielt daselbstdie ersten aus Deutschland eingetroffenen Verstärkun-gen. Von ILlagenfurth aus schrieb ich diesem Prinzeneinen Brief, worin ich mein Leidwesen über das Un-glück eines Kriegs, den Nichts-mehr länger entschul-digen konnte, ausdrückte, und in seinem edeln Herzenden Wunsch nach Frieden zu erwecken suchte. Erantwortete mir, er habe keine Vollmacht zu Unterhand-lungen , er wünsche aber eben so sehr, als ich, dentraurigen Folgen des Krieges ein Ziel zu setzen.
Er hielt sich indessen noch immer nicht stark ge-nug, mir eine Schlacht liefern zu können. Bey meinerAnnäherung zog er sich auf Neu-Markt zurück, und amgc- traf ich zu St. Veit ein. Den 2- April erstürmteMassena die Schluchten von Dirnstein und warf diefeindliche Nachhut bey Neu-Markt und Hunds-Marktüber den Haufen. Die vom Rhein angelangten Gre-nadiere wurden bey diesen zwey Gelegenheiten aufge-rieben. Der Erzherzog setzte seinen, Rückzug aufWien fort. Den 5. erreichte ich Judenburg. ZweyTage später suchten die Oestreicher, die unterdessenden Brief, worin ich meinen Wunsch nach Friedenausdrückte, nach Wien geschickt hatten, um einenWaffenstillstand bey mir nach, um zu unterhandeln.Mit Freuden willigte ich hierein ; meine Lage warmehr glänzend, als fest begründet. Ich fühlte michnicht stark genug, um entscheidende Streiche gegen dieöstreichische Monarchie führen zu können; denn die
1